Frische
11.01.2018

Birnen – die Früchte für alle Fälle

Wann habt ihr zuletzt eine Birne gegessen? Wenn ihr euch nicht erinnern könnt, solltet ihr weiterlesen, denn die Früchte mit der unverwechselbaren Form haben einiges zu bieten.

Jeder kennt das Gedicht vom Birnbaum im Havelland, denn auch in unseren Breiten gedeihen Birnenbäume und sind heute noch in alten Obstgärten zu finden. Schätzungen zufolge sollen unterschiedliche Sorten bereits im alten Persien gezüchtet worden sein. Auch in der Antike wurde über Birnen berichtet, und im 19. Jahrhundert waren schon an die tausend Birnensorten bekannt.

Tafelbirne oder Kochbirne?

Die Birnen, die wir heute im Handel finden, kommen meist aus Südeuropa oder Übersee. Man unterscheidet zwischen Tafelbirnen, die sich gut zum roh verzehren eignen, und Most- oder Kochbirnen, die in rohem Zustand zu fest und wenig aromatisch sind aber in der Verarbeitung zu Saft oder Kompott ihr volles Aroma entfalten.

Sucht ihr im Obsthandel nach Birnen, so trefft ihr meist auf zwei oder drei Sorten Tafelbirnen und werdet im Winter auch die kleinen, harten, dunkelgrünen Kochbirnen finden – diese eignen sich hervorragend für das traditionelle Gericht „Birnen, Bohnen und Speck“.

Handelsübliche Tafelbirnen tragen klangvolle Namen wie Wiliams Christ – eine Sommerbirne zum schnellen Verzehr oder zur Herstellung von Obstbrand –  oder Abate Fetel oder Conference, eher feste Wintersorten. Transportiert die Früchte vorsichtig nach Hause, denn ihre Schale ist dünn und empfindlich.

Die wollen gegessen werden

 

Birnen gehören zu den klimakterischen Früchten, das bedeutet sie reifen nach der Ernte noch nach.  So solltet ihr reife Birnen nur dann kaufen, wenn ihr sie gleich verarbeiten oder essen wollt, ihr Geschmack ist lieblich süß und je nach Sorte auch sehr saftig. Findet ihr Früchte, die sich richtig fest anfühlen, könnt ihr sie noch einige Tage n einer Obstschale bei Zimmertemperatur aufheben. Im Kühlschrank lässt sich die Reifung ein wenig verzögern. Wollt ihr dein Reifungsprozess vorantreiben, kann es helfen, Birnen gemeinsam mit Äpfeln zu lagern. Äpfel geben nämlich eine Menge des Reifegases Ethylen ab. Fast alle Birnen verändern ihre Farbe, wenn sie reifen, sie werden heller und entwickeln dabei einen fruchtigen Duft.

Durch ihr lieblich-mildes Aroma sind Birnen eine schöne Ergänzung zur Käseplatte und eignen sich generell gut als Fingerfood weil sie sich mit allen würzigen und deftigen Aromen kombinieren lassen.
Wegen ihrer milden Süße und ihres geringen Säuregehaltes werden Birnen außerdem gerne als Babynahrung oder Schonkost gedünstet.

Saft, Kompott und Marmelade aus Birnen sind schmackhaft und können mit einer Prise Zimt und Vanille verfeinert werden. Auch die Dessert-Fans und Kuchenbäckerinnen unter euch werden mit Birnen viele Rezepte finden.

Ihr seht, diese altmodisch wirkende Frucht ist ein echtes Allround-Talent und kann viel mehr als ‚Birne Helene’.

Autor
Vapiano Redaktion

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