Tricks & Tipps
05.04.2017

Der kleine, feine Unterschied: Marmelade oder Konfitüre?

Was ist der Unterschied zwischen Konfitüre und Marmelade oder Schafskäse und Feta? Und sind Saft und Fruchtsaftgetränk eigentlich das Gleiche? Wir klären auf über den kleinen aber feinen Unterschied.

Allein für den fruchtigen Brotaufstrich am Morgen gibt es viele Bezeichnungen: Gelee, Marmelade oder Konfitüre. Und um das Ganze noch verwirrender zu machen: Was ist denn eigentlich Konfitüre extra? Hier kommt die Aufklärung.

Marmelade besteht laut EU-Definition ausschließlich aus Zitrusfrüchten. So ist zum Beispiel die in England sehr beliebte Sorte Bitter-Orange eine klassische Marmelade. Mindestens 200 Gramm Früchte muss ein Kilo des Brotaufstrichs enthalten.
Produkte aus anderen Früchten, die nicht zu den Zitrusfrüchten zählen, werden als Konfitüre bezeichnet. Dies ist eine streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten, Fruchtmark und Wasser. Hier kommen 350 Gramm Frucht auf ein Kilogramm. Enthält die Konfitüre 450 Gramm Frucht spricht man von Konfitüre extra. Und dann gibt es ja auch noch das Gelee. So wird der Brotaufstrich bezeichnet, bei dessen Herstellung Fruchtsäfte mit Verdickungsmitteln in einen halbfesten Zustand versetzt werden.

Schafskäse, Feta oder Hirtenkäse?


Doch nicht nur die Unterscheidung von Marmelade und Konfitüre kann verwirren, auch der Unterschied zwischen Schafskäse, Feta und Hirtenkäse ist den wenigsten Leuten klar. Hier kommt die Auflösung: Schafskäse ist zunächst einmal ein Oberbegriff, darunter fällt dann zum Beispiel der allseits beliebte Feta, der aus Schafmilch und zu höchstens 30 Prozent aus Ziegenmilch bestehen darf. Hirtenkäse hingegen besteht aus Kuhmilch, die in Salzlake gereift ist.

Saft, Nektar oder Fruchtsaftgetränk?


Und noch ein Mysterium: Saft, Nektar oder Fruchtsaftgetränk – was hat es damit auf sich? Saft darf zunächst einmal nur als solcher bezeichnet werden, wenn er zu 100 Prozent aus dem Fruchtfleisch oder Fruchtsaft einer Obst- oder Gemüsesorte besteht. Zudem darf kein zusätzlicher Zucker enthalten sein.

Nektar hingegen muss zu 25 bis 50 Prozent aus Früchten bestehen, der Rest sind Wasser und Zucker. Da bis zu 20 Prozent zusätzlicher Zucker erlaubt ist, hat Nektar einen schlechteren Ruf als Saft.

Das Schlusslicht ist jedoch das Fruchtsaftgetränk, da der Fruchtgehalt hier am niedrigsten ist und die Liste der erlaubten Zusätze am längsten. Der Anteil an Zitrusfrüchten muss hier bei mindestens sechs Prozent, bei anderen Früchten bei mindestens zehn Prozent liegen. Für den eigentlichen Geschmack sorgen Aromen.

Eis oder Eiscreme?

Auch die Bezeichnung Eis und Eiscreme sorgen bei manch einem für Verwirrung, denn auch hier gibt es einen kleinen Unterschied. Eiscreme enthält neben Milch oder Sahne ausschließlich Milchfett, wie z.B. Butter. Bei Eis hingegen dürfen auch günstigere Pflanzenfette wie Kokosfett verwendet werden.

Und auch bei den einzelnen Geschmacksrichtungen ist Vorsicht geboten: So darf ein „Vanilleeis“ nur als solches bezeichnet werden, wenn Vanilleextrakt oder natürliches Vanillearoma enthalten sind. Im Gegensatz dazu kann „Eis mit Vanillegeschmack“ auch ein künstliches Vanillearoma enthalten. Das Gleiche gilt natürlich auch für andere Eissorten. Es lohnt sich also bei Esipackungen genauer hinzuschauen.

Nach dieser Warenkunde über die kleinen aber feinen Unterschiede von Lebensmitteln dürfte euch die Wahl zwischen Saft und Fruchtsaftgetränk, Marmelade oder Konfitüre ja jetzt nicht mehr schwer fallen. Achtet in Zukunft doch mal darauf!

Autor
Vapiano-Redaktion

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