Frische
22.03.2017

Kapern: Wie aus kleinen Blüten wahre Delikatessen werden

Sie sind rund, grünlich und erinnern in ihrem Aussehen an Oliven. Kapern sind jedoch die Blütenknospen eines Strauchs. Wir erklären, was die kleinen Knospen zu so einer Delikatesse macht.

Habt ihr unser Special, die Gamberetti Piccante, schon probiert? Euch erwartet Pasta mit Garnelen, Zucchini, Peperoni sowie halbgetrockneten Tomaten und einem leckeren  Basilikumpesto. Und genau dieses Pesto enthält eine ganz besondere Zutat: Salzkapern. Bei uns erfahrt ihr Wissenswertes rund um die kleinen Delikatessen.

 

Was sind Kapern und woher kommen sie?

 

In Essig, Öl oder Salzlake eingelegte Kapern findet man bei uns häufig im Supermarktregal. Ob es sich dabei um ein Gemüse, Früchte oder doch um Samen handelt, ist allerdings nicht jedem bekannt. Hier kommt des Rätsels Lösung: Kapern sind die Blütenknospen eines Strauchs und zählen zu den Gewürzen. Deswegen werden sie häufig auch Gewürzkapern genannt. 

 

Im Norden Europas sind Kapern eine beliebte Zutat für Königsberger Klopse, eine ostpreussische Spezialität aus Fleischklösschen mit einer weißen Soße, Kapern und Kartoffeln. Im Mittelmeerraum sind die kleinen Knospen wiederum als Antipasti sehr beliebt.

 

Kapernsträuche: magische Pflanzen

 

Doch wie sehen die Kapern jetzt genau aus, bevor sie bei uns auf den Teller kommen? Es gibt zehn verschiedene Arten von Kapernsträuchern, deren Knospen essbar sind. Um den optimalen Geschmack zu erhalten, sollte die Kapernblüte geschlossen, möglichst klein und von einer olivgrünen bis bläulich-grünen Farbe sein. 

 

Erntet man die Blütenknospen nicht, dann erblühen aus ihnen zarte, weiß-violette Blumen. Da sie sich am Morgen öffnen und Mittags bereits wieder verblühen, gelten sie als Symbol für Vergänglichkeit. Kapernsträuche werden zudem auch heute noch als magische Pflanzen angesehen, da sie auf unfruchtbarem und kargem Boden gedeihen: auf Felsen oder Gemäuern von Ruinen und Kulturdenkmälern. In Italien sagt man sogar, dass sich der Kapernstrauch ausschließlich von Sonne und Wind ernährt.

 

Die wichtigsten Anbaugebiete für Kapern sind übrigens Südfrankfreich und die liparischen Inseln, die sich nördlich von Sizilien befinden. Die trockene Umgebung dort ist optimal für die Kapernsträucher. 

 

Also wir haben jetzt irgendwie Lust auf Antipasti bekommen. Wenn es euch ähnlich geht, dann bestellt beim nächsten Restaurantbesuch mal etwas mit Kapern oder schaut, was das Supermarktregal zu bieten hat. Es lohnt sich auf jeden Fall die kleinen Delikatessen zu probieren!

Autor
Vapiano-Redaktion

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