Tricks & Tipps
13.09.2017

Messerarten - was sie können und wofür ihr sie braucht

Steigt ihr auch nicht mehr durch bei den vielen Messerarten, die es gibt? Muss man unbedingt einen Messerblock haben oder reicht ein Super-Messer? Wir haben für euch alles über Messer recherchiert.

Die Qualität und damit auch die Preisspanne der Messer, die ihr kaufen könnt, sind riesig. Noch dazu gibt es im Fachhandel unglaublich viele verschiedene Messerarten für ganz unterschiedliche Zubereitungsschritte in der Küche. Wenn ihr gerne viele Messer habt, haben wir schon mal einen Aufbewahrungstipp: Messerblöcke aus Holz sind nicht unbedingt die beste Art – zwar wird die Klinge geschützt, aber in den Einschüben sammeln sich mit der Zeit Staub und Krümel. Hygienischer ist eine Magnetleiste an der Wand oder ein Schubladeneinsatz.

Was erwartet ihr von einem Messer?

Stellt euch einfach die Frage, wie häufig und aufwändig ihr kocht, daraus ergibt sich, ob es sich lohnt ein Arsenal an Messern anzuschaffen. Drei Messerarten bilden schon eine gute Grundausstattung: Zum Gemüse schnippeln braucht ihr auf jeden Fall ein gutes Kochmesser mit einer etwa 20 cm langen, breiten Klinge. Dabei ist entscheidend, dass es gut in der Hand liegt und ordentlich verarbeitet ist. Je weniger Einzelteile verbaut sind, desto einfacher ist ein Messer zu reinigen – das gilt übrigens für alle Messerarten. Mit dem Kochmesser könnt ihr ebenso frische Kräuter zerkleinern oder ein Stück Fleisch sauber schneiden. Das Kochmesser ist die Königin unter den Messerarten, daher gibt es auch so viele Anbieter. Eine gute Stahl-Legierung mit Chrom und Vanadium lohnt sich, wenn ihr euer Messer lange und häufig nutzen wollt, denn es bleibt lange scharf und kann auch nachgeschliffen werden.

Die kleine Schwester ist mit acht bis zehn Zentimetern Klinge das Gemüsemesser, in der Küchensprache auch Officemesser genannt. Ihr braucht es zum Schälen und präzisen Schneiden von Früchten oder Pilzen und es ist so vielseitig einsetzbar, dass es in jeder Küche dazugehört.

Esst ihr gerne frisches Brot direkt vom Bäcker? Dann gehört auch eine Brotsäge dazu, ein langes gerades Messer mit Doppelwellenschliff. Die Messerart ist ideal um die Brotkruste durch gleichmäßiges Sägen – nicht Drücken – zu durchdringen und hilft euch, schöne gleichmäßige Scheiben zu schneiden.

Mit diesen drei Küchenhelfern habt ihr schon mal eine gute Auswahl an Messerarten. Nun stellt sich noch die Frage nach dem Material.

Stahl oder Keramik?
Keramikmesser sind leichter als ihre stählernen Gegenstücke und es gibt sie seit einiger Zeit auch in vielen bunten Farben. Sie können bedenkenlos in die Spülmaschine und bleiben durch ihre hohe Materialfestigkeit sehr lange scharf, können dafür aber auch viel schneller brechen. Jegliche Krafteinwirkung durch hebeln oder hacken kann schon zum Knacks führen, und fallen lassen solltet ihr ein Keramikmesser auch nicht. Stahlmesser können unter den Reinigungsmitteln in der Spülmaschine leiden und mögen lieber mit der Hand gereinigt werden. Auch könnt ihr sie unbegrenzt nachschleifen lassen und sie sind nahezu bruchsicher.

Weitere Messerarten für Feinschmecker
Für die Gourmets unter euch gibt es noch viele weitere Messerarten, zum Beispiel das Käsemesser. Es zeichnet sich durch einen feinen Wellenschliff und seine gelochte Klinge aus, die verhindert, dass weicher Käse an ihr hängen bleibt. Es hat außerdem eine Gabelspitze, mit der ihr den Käse elegant aufnehmen könnt. Wer also auf üppige Käseplatten steht, braucht dieses Messer.

Nutzt ihr häufig frische Kräuter zum Kochen? Dann könnte euch das Wiegemesser gefallen. Zwei parallele Klingen sind mit zwei Knaufgriffen verbunden und so gerundet, dass sich das Messer mit beiden Händen wiegen lässt – so zerkleinert ihr große Mengen frischer Gartenkräuter im Nu. Ihr seht: Für jeden Geschmack gibt es ganz unterschiedliche Messerarten, die euch in der Küche nützlich sind.

Für Messer gilt, wie für alle Dinge die ihr häufig nutzt: Nicht übertreiben, aber gute Qualität lohnt sich schon, denn gutes Werkzeug macht einfach Spaß! Welche Messerarten sind in euer Küche ein Must-Have?

Autor
Vapiano Redaktion

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