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10.11.2015

Mexiko Stadt: Vapiano auf 2.300 Metern über dem Meeresspiegel

Viermal gibt es Vapiano mittlerweile in Mexiko Stadt und Restaurant Nummer fünf kommt noch Ende dieses Jahres. Warum sind wir hier so erfolgreich? Das versucht uns unser Country Manager zu erklären und erzählt außerdem, was er in der 8,8 Millionen-Einwohner-Stadt noch vorhat.

Daniel Askenazi ist Franchise Partner von Vapiano in Mexiko und bereits seit April 2011 Mitglied unserer Vapiano-Familie. Zu seinen Aufgaben gehört es unter anderem, die Marke in Mexiko weiter voranzubringen und die internen Prozesse zu verbessern. „Mit meinen Vorschlägen bereite ich der Vapiano-Zentrale regelmäßig Kopfschmerzen. Das ist eigentlich der größte Spaß“, scherzt Daniel und verrät im Interview noch weitere Highlights seiner Arbeit.

Daniel, was ist die größte Herausforderung für Vapiano in Mexiko Stadt?
Die komplette Kultur ist hier anders als in Deutschland. Dementsprechend müssen wir alles dahingehend anpassen. Die Schwierigkeit besteht darin, das Vapiano-Konzept trotzdem beizubehalten. Ich freue mich schon darauf, bald ein Vapiano außerhalb von Mexiko Stadt zu eröffnen. Da gilt es sicherlich noch einmal ganz andere Hürden zu nehmen.

Du sprichst es schon an – bald wird Restaurant Nummer fünf eröffnen. Wie sehen deine weiteren Pläne aus?
Bei den fünf Restaurants wird es hoffentlich nicht lange bleiben. Mein Plan ist es, bis Mitte 2016 insgesamt auf sieben Vapianos zu kommen. Unser Wunsch ist es, drei bis vier Restaurants pro Jahr zu eröffnen – drückt uns die Daumen, vielleicht überraschen wir euch und schaffen noch ein wenig mehr. Zur operativen Umsetzung: Ich arbeite hart daran, unseren Gästen ihren Besuch bei uns so angenehm wie möglich zu gestalten.

Wie genau willst du das machen? Gibt es konkrete Pläne?
Absolut! Wir arbeiten an neuen Technologien und Wegen, damit sich unsere Gäste noch wohler fühlen. Sie sollen zum Beispiel weniger lange warten, damit sie ihre Zeit bei uns noch mehr genießen können.

Wenn ihr da einen Weg gefunden habt, lasst es uns wissen! Aber was glaubst du, Daniel, warum lieben die Mexikaner Vapiano so? Worin liegt das Erfolgsgeheimnis?
Unsere Marke ist einzigartig und überall auf der Welt gleich. Die Menschen wissen einfach, was sie zu erwarten haben und sie lieben unser frisches Essen, die Atmosphäre und vor allem den direkten Kontakt mit den Vapianisti. Das Geheimnis des Erfolgs ist, dass all diese Bereiche überall gleich sind – unabhängig von Land und kulturellen Unterschieden. Wenn schon die Deutschen das Konzept lieben, dann könnt ihr euch sicher vorstellen, wie das bei den noch emotionaleren Mexikanern ist.

Apropos emotional – hängt dein Herz an einem der Restaurants ganz besonders?
Das ist wirklich schwierig ... jedes ist natürlich auf seine Weise besonders und in jedes haben wir so viel Liebe gesteckt. Aber wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, dann wähle ich das im großen Einkaufszentrum Toreo Parque Central. Das Restaurant ist zwar sehr klein, aber nach meinem Empfinden einfach perfekt. Allerdings ist es auch das Neueste, kann also sein, dass ich meine Meinung zur Mitte des nächsten Jahres wieder ändere. Wir werden sehen. (Anm. d. Red.: Daniel muss selbst ein wenig lachen.)

Die Orte, an denen die Restaurants entstehen, sind auch immer ganz besonders, nicht wahr? Was macht die Spots in Mexiko Stadt zu Highlights?
Jedes unserer Vapianos liegt in der Tat an einem für die Stadt besonderen Ort. Das älteste Restaurant befindet sich zum Beispiel in einem der ältesten und wunderbarsten Vororte, Polanco. Die Gegend ist in den vergangenen Jahren aber komplett auf Vordermann gebracht worden und jetzt ein richtiger Hotspot. Unser zweites Restaurant ist in einem der neuesten Geschäftsviertel mit vielen Wolkenkratzern entstanden. Das Viertel ist geprägt von irrer Architektur und vielen jungen Leuten. Das dritte Vapiano ist das Zentralste, es liegt mitten im Finanzdistrikt und auf der Paseo de la Reforma. Sie ist die Hauptverkehrsader in Mexiko Stadt, mit dem großen Wahrzeichen des Landes, welches von Kaiser Maximilian I. erbaut wurde und als Vorbild für die Champs-Élysées in Paris gilt. Und das vierte Vapiano in Mexiko Stadt habe ich ja bereits erwähnt. Wirklich jedes Restaurant hat also seine eigene Geschichte.

Daniel, du weißt wirklich jede Menge über Mexiko Stadt. Was ist so besonders an ihr?
Ich bin hier geboren und aufgewachsen und selbstverständlich sehr stolz darauf. Es ist hier einfach fantastisch, chaotisch, kosmopolitisch, schnell, großartig und unglaublich verrückt – alles zusammen.

Eine Stadt, die man in jedem Fall gesehen haben sollte – was muss also unbedingt auf die To-see-Liste?
Abstecher in die Stadtteile Polanco, Condesma und Roma sind absolute Pflicht. Hier gibt es jede Menge kleine süße Restaurants und Cafés, es ist sehr europäisch. Wer sich für die Kultur interessiert: Dazu gehören auch die komplette Paseo de la Reforma und der historische Stadtkern. Die Schönheit der Gebäude, die während der spanischen Kolonialzeit entstanden sind, ist unbeschreiblich und der Schlosspark ist dreimal größer als der Central Park in New York City. Wenn man dann schon in der Gegend ist, sollte man sich auch noch das Schloss Chapultepec ansehen. Es gibt einfach so unfassbar viel zu sehen in meiner Stadt – die Ruinen von Teotihuacán gehören natürlich auch dazu, auch wenn sie etwas außerhalb der Stadt sind.

Bei so vielen Punkten auf der Liste – welcher ist dein ganz persönlicher Lieblingsort?
Die Gegend um Condesma und Roma. Man kann wunderbar spazieren gehen, Kaffee trinken, sich etwas zu essen holen und in einem der vielen Parks entspannen.

Hast du auch Tipps für Leute, die weniger Entspannung suchen? Bars, Clubs?
Ha, das ist eine wirklich gute Frage – das wechselt hier so oft ... ständig sprießen neue Läden aus dem Boden. Wenn du vorbeikommst, sag Bescheid und dann bekommst du eine Liste von mir. Wenn du mich nicht anrufen willst, kannst du stattdessen einfach einen Taxifahrer bitten, dich nach Condesa zu bringen. Hier ist für jeden was dabei.


Und beim Thema Essen? Was gibt es bei dir, beziehungsweise bei den Mexikanern, zur Stärkung?
Tacos, Tacos und noch mal Tacos ... Nein, das ist nur Spaß! In Mexiko Stadt gibt es einfach alles, aber eine Spezialität muss man wirklich gegessen haben. Ja, den nächsten Tag verbringst du komplett auf der Toilette, aber daran gewöhnt man sich, das Essen ist es wert. In einem der kleinen Straßen-Taco-Läden muss jeder Besucher von Mexiko Stadt einmal ein Arroz con Mole gegessen haben. (Anm. d. Red.: Übersetzt heißt das „Reis mit Maulwurf“ – wir versichern euch, dass Daniel das nicht wörtlich meint!)

Sieht so aus, als gäbe es ein neues Reiseziel auf der To-do-Liste. Vielen Dank lieber Daniel, für dieses amüsante Interview und dass du uns deine Stadt näher gebracht hast. In jeglicher Hinsicht!

Autor
Kim, Public Relations

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