Frische
28.08.2017

Minze – der aromatische Frischekick im Sommer

Dürfen wir vorstellen: Minze – die Pflanze, die euch im Sommer kühlt und eure Cocktails aufpeppt, und euch im Winter als Tee verwöhnt oder in raffinierten Saucen überrascht. Ein ganz schön vielseitiges Pflänzchen!

Eigentlich ist Minze der Überbegriff für eine Pflanzengattung mit über 20 unterschiedlichen Sorten – die bekannteste ist wohl die Pfefferminze. Wir lieben sie und ihre Verwandten für ihr frisches Aroma, denn ihre festen, dunkelgrünen Blätter enthalten ätherische Öle. Das am stärksten vorkommende ist das Menthol - ihr kennt es aus Zahnpasta, Kaugummi oder Hustenbonbons. Es erzeugt ein Gefühl von Kühle und Frische und man sagt ihm sogar antibakterielle Wirkung nach.

Konzentrierte Minz-Frische im Sommer


In konzentrierter Form kann euch Minzöl im Sommer tatsächlich einen kühlen Kopf verschaffen: Einige Tropfen auf Stirn, Nacken oder Schläfen getupft, entfaltet es nach kurzer Zeit ein angenehm kaltes Frischegefühl. Beim Auftragen ist aber Vorsicht geboten, denn das Öl kann wortwörtlich ins Auge gehen – und dort brennt es nur und schmerzt. Daher unser Tipp: Nehmt zum Auftragen den Ringfinger – so lauft ihr nicht Gefahr, in Gedanken gewohnheitsmäßig mit dem Zeigefinger eure Augen zu berühren.

Auch für ein erfrischendes Getränk ist Minze, genauer Marokkanische Minze oder Apfelminze zum Beispiel, eine gute Wahl. In Marokko oder der Türkei wird traditionell heißer Minztee getrunken oder Minzblätter zum Schwarztee hinzugefügt. Ihr könnt diese Kombi im Sommer einfach abkühlen lassen und als Eistee servieren. Alternativ lasst ihr einige Zweige in einer Karaffe mit kaltem Wasser ziehen – das Aroma überträgt sich auch so, allerdings etwas dezenter als bei heißem Aufguss.
An unserer Vapiano-Bar könnt ihr jederzeit frischen Minztee trinken – man sagt ihm nach dem Essen eine ähnliche Wirkung nach wie einem ‚Verteiler’-Schnaps und im Winter tut er gereizten Atemwegen gut. Auch in unsere Summerdrinks oder auf unsere Dolci gehören natürlich ein paar Minzblätter.

Hättet ihr es gewusst? Apfelminze ist nicht die einzige Fruchtminze. Es gibt auch Zitronen-, Ananas-, Orangen- und Erdbeerminze. Sie alle enthalten weniger Menthol und haben zusätzlich zum klassischen Minzaroma feine Fruchtnoten. Sie sind ein wahres Geschmacks-Eldorado für kreative Küchenzauberer.



Minze im Garten und in der Küche

Wollt ihr eure eigene Minze anpflanzen, braucht ihr einen Platz im Freien, denn das aromatische Kraut ist sehr wuchskräftig und braucht Licht, Luft und vor allem Platz. Bei feuchtem lockerem Boden fühlt sich die Minze wohl und ihr könnt regelmäßig und üppig ernten. Im Garten kann es euch sogar passieren, dass ihr die unterirdische Ausbreitung stoppen müsst. Dafür lassen sich die kräftigen Zweige wunderbar trocknen, wenn ihr sie an einem luftigen, warmen Ort aufhängt. Wenn die Blätter sich knisterig wie Herbstlaub anfühlen, könnt ihr sie in einem trockenen, sauberen Gefäß mit Deckel aufheben und daraus im Winter köstlichen Minztee zubereiten. Auch die Blüten der Minze sind essbar und sehr dekorativ im Salat – und die im Garten herumschwirrenden Bienen und Schmetterlinge freuen sich außerdem!
Die meisten Minze-Sorten sind winterhart – wundert euch nicht, sie verschwinden fast ganz, wenn es dunkel und kalt wird. Aber Ende März, Anfang April starten sie in den Frühling und versorgen euch wieder mit viel Kraut.

Wenn ihr euch fragt was man mit Minze in der Küche noch so alles anfangen kann, findet ihr die Antwort zum Beispiel in England – Mint Sauce gehört dort zu jedem guten Lammbraten – oder im Nahen Osten und Nordafrika, wo erfrischender Minzjoghurt gerne zu Couscous und anderen Gerichten als Dip gereicht wird.

Na, habt ihr noch Platz im Balkonkasten? Dann holt euch doch die Erfrischungs-Pflanze und genießt das ganze Jahr über eure Minze!

Autor
Vapiano Redaktion

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