Tricks & Tipps
19.09.2017

Oktoberfest-Tipps mit Wiesn-Knigge von Bloggerin Claire

Nach den besten Oktoberfest-Tipps haben wir natürlich in München gesucht, denn bald heisst es O’Zapft is! Was das bedeutet und wo ihr am besten feiert, verrät Euch Claire vom Münchener Blog Cappu Mum.

Das Oktoberfest – besser gesagt die Wiesn 2017 – steht vor der Tür. Auf der Münchner Theresienwiese wird seit Wochen fleißig gewerkelt und die Wahnsinns-Bierzelte stehen längst bereit. Apropos Wiesn, wenn ihr einen Oktoberfestbesuch plant, ist es überaus wichtig, vorab ein paar nützliche Vokabeln und Regeln zu lernen. Das hilft beim Flirten (Obandeln), Bestellen (A Maß bitte!) und Spaß haben. Auf geht´s! Hier kommt ein kleiner Dirndl-Knigge, eine Power Lesson in Bayrisch für Anfänger plus ein paar nützliche Oktoberfest-Tipps:

1. Anziehen

Fesche Dirndl und Lederhosen gehören zur Wiesn wie der Bikini zum Strandurlaub.  Aber Obacht: Bloß nicht verkleiden. Dirndl gehen mindestens bis zum Knie und werden nicht (!) mit Tüll oder Federn aufgehübscht. Möchtet ihr für den einmaligen Oktoberfestbesuch nicht in Tracht investieren, macht das gar nichts! Dann lieber in Jeans und weißem Shirt oder Kaschmirpullover gehen, statt die Wiesn mit dem Kölner Karneval zu verwechseln.

 

2. Dirndl-Knigge

•        Schleife links, Glück bringt’s! Ist die Schürze auf der linken Seite gebunden bedeutet das: Ledig!

•        Schleife rechts heißt vergeben oder verheiratet!

 

3. Essen & Trinken

Für die Buam gibt es zum Trinken ganz klar Bier (Helles) und wir Ladies tauschen hier ausnahmsweise Prosecco gegen eine Radler Maß ein. Die gibt es mittlerweile in den meisten Zelten, falls nicht, mein Oktoberfest-Tipp: auch wenn es ein No go ist, einfach Limo bestellen und selbst in das Helle mischen.

Und was ist mit Essen? Hendl, Wiesn-Brezn (lecker!), Radi und natürlich Kaiserschmarrn. Der schmeckt übrigens im Käfer Biergarten am besten.

 

 

4. Die Zelte

Schützenzelt, Käfer Wiesn-Schänke, Ambrustschützenzelt, Bräurosl, Marstall und Co. Jedes Zelt hat ein eigenes, besonderes Flair und in jedem Zelt stehen spätestens nach der ersten Maß die Besucher auf den Bänken, tanzen und schunkeln zur Musik. Achtung: Auf den Tischen tanzen ist verboten! Die letzte Runde endet um 22.30 Uhr und die Zelte schließen um 23.30 Uhr. Noch ein Oktoberfest-Tipp für euch: In der Käfer Wiesn-Schänke und dem Weinzelt kann bis ein Uhr nachts weiter gefeiert werden.

 

5. Mitsingen

Wenn ihr diese bekannten Wiesn-Hits auswendig mitträllert, seid ihr der Wiesn-Star: Angels von Robbie Williams, Fürstenfeld von S.T.S., Cowboy und Indianer von Olaf Henning, Atemlos von Helene Fischer, und natürlich für den Gänsehaut-Moment Sierra Madre del Sur von den Zillertaler Schürzenjägern.

6. Wiesn Vokabular

 

Damit beim ersten Wiesn-Besuch nichts schief geht, kommen hier rasch die wichtigsten Wiesn Vokabeln. Viel Spaß beim Üben:

 

Wiesn = das Oktoberfest

Mingga = München

O‘zapft is! = Der Anstich. Am ersten Wiesntag, Samstag, den 16. September 2017, um Punkt 12:00 Uhr.

Ozapfa = anzapfen

Eine Maß = ein Liter Bier

Noargerl = Getränkerest im Glas

Helles = das klassische bayerische Bier

Radler = ein Helles mit Zitronenlimonade

Haferl = große Kaffeetasse

Brotzeit = eine kalte Platte, die in Bierzelten serviert wird. Zum Beispiel mit Brezn, Obazda, Radi, Kaminwurz und Schnittlauchbrot.

Brezn = Laugenbrezel

Hendl = ein Grillhähnchen

Radi = Rettich in hauchdünne Scheiben geschnitten, wird zur klassischen Brotzeit serviert

Obazda = Bayerische Käsespezialität mit Camembert, Zwiebel, Paprika, Kümmel, Butter, wird zur klassischen Brotzeit serviert

Fleischpflanzerl = Frikadelle

A moards Gaudi = ein großer Spaß

Obandeln = flirten, anbandeln

Busserl = Küsschen

Hawedere! = Guten Tag!

Biddscheen = Bitteschön

Schmarrn = Unsinn, Blödsinn

Schleich di! = Geh weg!

Boazn = ein kleines (altes) Bierlokal

Dahoam = daheim

Gmiatlich = gemütlich
Heisl = WC

O´zapft is! Viel Spaß wünsche ich euch mit den Oktoberfest-Tipps.

Seit 2012 schreibt Claire auf ihrem Münchner Fashion & Lifestyle Mamablog „Cappu Mum“ über all die schönen Dinge die den Mama-Alltag versüßen. Unkompliziert wechseln die Themen vom Bauernhofausflug zur Fashion Week und zeigen dabei den täglichen Spagat einer jungen Mutter. Witzig geschrieben und gut recherchiert ist dieser Blog längst kein Geheimtipp mehr.

Autor
Claire

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