Frische
17.06.2016

Panna Cotta, Tiramisu & Co. – alles, was ihr über italienische Desserts wissen müsst

Panna Cotta gehört zu Vapiano wie das Kolosseum zu Rom. Was ihr über dieses und andere italienische Desserts wissen solltet, erfahrt ihr in unserer kleinen Dolci-Kunde. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!

Wir lieben italienische Desserts genauso sehr wir ihr! Deswegen ist es höchste Zeit den beliebtesten Dolci aus Bella Italia unsere Aufmerksamkeit zu schenken. Und mal ehrlich: Hättet ihr gewusst, was Panna Cotta bedeutet? Und was ist eigentlich Zuppa Inglese? Antworten auf diese und andere Fragen findet ihr in unserer Dolci-Kunde. Es kommt noch besser: wir haben außerdem ein Rezept für euch, mit dem ihr eine himmlische Crema di Cocco selber zubereiten könnt.

Panna Cotta

 

Herkunft: Die Nachspeise gibt es bereits seit dem zehnten Jahrhundert. Der Legende nach hat sie keine italienische Nonna, sondern eine Ungarin in Piemonte erfunden.

 

Zutaten: Zucker, Sahne und Gelatine – verfeinert wird der Nachtisch oft mit Vanillemark, traditionell mit Pfirsichschnaps.

Zubereitung: Im Prinzip besteht Panna Cotta aus aufgekochter Sahne. Die Milchschaumbereiter unter euch werden jetzt innerlich zusammenzucken. Richtig, auch bei der Panna Cotta brennt gern mal was an! Um das zu vermeiden, lautet die Devise: rühren, rühren, rühren! Die Muskelkater-Gefahr ist es aber wert: Über den herrlichen cremigen Geschmack einer Panna Cotta geht fast nichts!


Schon gewusst? Übersetzt heißt Panna Cotta „gekochte Sahne“ – jetzt wisst ihr auch, warum! Wenn euch der Sinn jetzt nach dieser Leckerei steht , dann schaut einfach in einem Vapiano vorbei – die Panna Cotta Piccola ist ein fester Bestandteil unserer Dolci-Karte.

 

 

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Ein von Frauke Jägering (@fraukej) gepostetes Foto am

Tiramisu

 

Herkunft: Das wohl bekannteste italienische Dessert hat seinen Ursprung in Venetien, einer Region in Nordostitalien.


Zutaten: Traditionell besteht die Köstlichkeit aus Löffelbiskuits, Mascarpone, Espresso, Amaretto und Kakaopulver. Mittlerweile gibt es das Dolci in vielen verschiedenen Varianten: mit frischem Obst oder sogar herzhaft mit Avocado.

Zubereitung: Tiramisu ist ein Schicht-Dessert. Die Grundlage bilden Löffelbiskuits, die man mit einer Kaffee-Amaretto-Mischung beträufelt. Darüber schichtet man Mascarponecreme – bitte nicht zu knapp! Obendrauf streut man Kakaopulver. So kommen auch Schokoladen-Fans auf ihre Kosten. Auch wir bei Vapiano lieben dieses Dolci und bereiten es täglich frisch und mit viel Liebe nach Vapiano-Spezialrezeptur für euch zu.


Schon gewusst? Geschichten zufolge erhielt das Tiramisu seinen Namen im 20. Jahrhundert, als ein Mann nach dem Verzehr ausrief: „Ottimo, c’ha tiratosu!“ („Optimal, das hat mich hochgezogen!“).

 

 

Zabaione

 

Herkunft: Die Erfindung des Rezepts geht auf zwei italienische Köche zurück, die das Dolci bereits im 16. Jahrhundert zubereiteten.


Zutaten: Eigelb, Zucker und Marsala. Letzteres ist ein italienischer Likörwein, der sich mit seiner fruchtigen Süße hervorragend für das Veredeln von Dolcis eignet.

Zubereitung: Diese Nachspeise zeichnet sich durch seine schaumig-cremige Konsistenz aus. Das Geheimnis dahinter ist ein Wasserbad. Sind die Zutaten vermischt und cremig aufgeschlagen, stellt man die Masse in einer Schüssel über simmerndes Wasser – nicht direkt auf den Herd, sonst verkocht das Ei! Jetzt heißt es erneut kräftig schlagen, bis die Creme schön schaumig ist.


Schon gewusst?
Statt mit Marsala kann man die Zabaione auch mit Grappa, Eierlikör, Amaretto oder anderen Likören zubereiten. Probiert es aus!

 

 

Cannoli

 

Herkunft: Ursprünglich aßen die Sizilianer das Gebäck nur in der Fastnachtszeit. Heute könnt ihr das Dolci ganzjährig in allen großen Bäckereien und Restaurants genießen.


Zutaten: Der Teig besteht aus Butter, Zucker, Eiern, Salz, Weißwein, Mehl, Vanillezucker und Butterschmalz. Ricotta-Creme kommt als Füllung zum Einsatz.

Zubereitung: Um die Cannoli in ihre typische Form zu bringen, bedarf es kleiner Helfer: extra Cannoli-Sahnerollen-Formen. Diese bringen den Teig in die röhrengleiche Form, während ihr ihn in Öl ausbackt. Und schon ist das Gebäck bereit zum Füllen. Bei der Ricotta-Creme gilt: Erlaubt ist, was schmeckt – Schokotropfen, Obst, Nüsse.


Schon gewusst? Cannolo heißt übersetzt „kleines Rohr“ – der Name geht auf die oben beschriebene Rolle zurück, die dem Dolci seine Form verleiht.

 

 

Zuppa Inglese

 

Herkunft: Das Dolci gilt als Spezialität der italienischen Regionen Emilia-Romagna und der Toskana.


Zutaten: Die Nachspeise besteht aus Löffelbiskuits, Eiern, Zucker, Mehl, Milch, Vanillezucker und Sahne. Marsala und kandierte Früchte bringen süß-fruchtige Noten ins Spiel.

Zubereitung: Im Prinzip funktioniert die Zubereitung genauso wie die beim Tiramisu – Schicht für Schicht. Allerdings sind hier (kandierte) Früchte wie Melonen ein Muss.


Schon gewusst? Zuppa bedeutet übersetzt „Suppe“. Das Wort bezeichnet allerdings keine klassische Suppe, sondern die darin eingeweichten Brotstücke.

 

 

Für alle, die jetzt selbst den Kochlöffel schwingen wollen, haben wir ein Rezept für eine leckere Crema di Cocco. Mit Kokosgeschmack und frischer Ananas ist diese Nachspeise perfekt für den Sommer! Die Zutaten ergeben acht Portionen – ideal als Mitbringsel für den nächsten Grillabend.

Crema di Cocco

 

Für die Creme benötigt ihr:

•    4 Blatt Gelatine
•    1 Vanilleschote
•    zwei Mal 65 Gramm Zucker
•    300 ml Sahne
•    100 Gramm Kokosmilch
•    250 Gramm Mascarpone
•    4  Eier

und für den Ananasmix:

•    1 Ananas
•    100 Gramm Butter
•    eine halbe Vanilleschote
•    200 Gramm braunen Zucker
•    100 ml weißen Rum

Zubereitung

 

Zubereitung der Creme:


Die Gelatine Blatt für Blatt in eine Schüssel mit eiskaltem Wasser legen und 15 Minuten einweichen. Währenddessen die Sahne steifschlagen. Danach auch das Eigelb mit der Hälfte des Zuckers cremig schlagen.

Die Vanilleschote längs einschneiden und mit der Messerspitze das Vanillemark auskratzen.

Nun Kokosmilch, Mascarpone und den restlichen Zucker mit der Eigelbmasse und Vanillemark vermischen und so lange rühren, bis die Creme leicht gelblich ist und eine luftige, gleichmäßige Konsistenz hat.

20 ml Wasser in einem kleinen Topf erhitzen. Aber Vorsicht: Das Wasser darf nicht kochen! Die eingeweichte Gelatine nun ausdrücken und in das heiße Wasser geben. Ist die Gelatine komplett aufgelöst, auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Die Mascarponemasse nun zu der noch flüssigen Gelatine geben und kräftig rühren, bis die Gelatine sich komplett aufgelöst hat und eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Achtung: Hier schnell arbeiten, da die Gelatine schnell wieder fest wird.

Jetzt das Eiweiß steifschlagen und mit der steifen Sahne sowie der restlichen Mascarponecreme vermischen.
Die Masse im Kühlschrank 20 Minuten abkühlen lassen.



Zubereitung des Ananasmix:

Die Ananas schälen, den Strunk entfernen und in kleine Würfel (ungefähr 1 x 1 Zentimeter) schneiden.
Die halbe Vanilleschote längs aufschneiden und mit der Messerspitze auskratzen. Die Butter in einem Topf schmelzen lassen und Ananaswürfel, Vanillemark und Zucker hinzugeben.

Sobald die Ananas weich geworden ist, den weißen Rum hinzufügen und den Herd ausschalten. Die Mischung in der Flüssigkeit abkühlen lassen. Ist der Mix erkaltet, restliche Flüssigkeit abgießen – funktioniert am besten mit einem Nudelsieb.

Jetzt geht’s ans Befüllen der Dessertgläser:

Jeweils etwas von der Kokoscreme in ein Dessertglas füllen – am leichtesten geht’s mit einem Spritzbeutel. Danach eine Schicht Ananasmix und eine zweite Schicht Kokoscreme darüber geben.

Tipp: Vor dem Servieren könnt ihr dem Dolci mit dunkler, geriebener Schokolade und einem Zweig Minze den letzten Schliff verpassen.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und buon appetito!

Autor
Juan, Vapianisti

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