Frische
06.11.2017

Rüben – die unentdeckten Stars

Nicht wirklich ein hippes Trendgemüse, die Rübe – oder woran denkt ihr bei dem Wort? An Omas Erzählungen von früher? Oder sogar an Geschichten aus dem Mittelalter? Alles richtig, aber die Rübe kann noch mehr.

Während wir uns daran gewöhnt haben, im Supermarkt und auch auf dem Wochenmarkt das ganze Jahr über frisches Obst und Gemüse aus aller Herren Länder zu kaufen, war die gute alte Rübe schon immer hier. Sie ist ein in Nordeuropa heimisches Gemüse und gehört zur Gattung der Kohlgewächse.
 
Während die Zuckerrüben tatsächlich bis heute zur Zuckergewinnung angebaut werden, finden wir bei unserem Gemüsehändler die Steckrübe. Sie kann ab September den ganzen Winter hindurch geerntet werden und hat meist ein blassgelbe oder weißliche Färbung. Charakteristisch ist die violette bis braunrote Färbung an der Oberseite rund um den Blattansatz, wo die Rübe aus der Erde gewachsen ist und Licht bekommen hat.
Die kleine Schwester der Steckrübe bekommt ihr schon im Frühsommer: die Mairübe. Sie ist etwas kleiner und zarter als die herbstliche Variante, meist kugelrund und weiß.
 
Sucht euch die Schönsten aus
 

Während die Mairüben eher süßlich bis scharf schmecken, haben Steckrüben einen kräftigen, herzhaften Geschmack. Letztere sind recht schwer für ihre Größe, sie wiegen gerne mal über ein Kilo. Achtet beim Kauf auf eine glatte, intakte Schale und feste Konsistenz und entscheidet euch lieber für zwei kleinere als für eine große Rübe, die könnte holzig sein. Mairüben werden mit Kraut angeboten, dieses sollte ebenfalls frisch sein und eine kräftige grüne Farbe aufweisen. Zu Hause könnt ihr eure Steckrüben entspannt einige Woche im Kühlschrank oder auch im Keller lagern, die Mairübe hält sich gekühlt bis zu einer Woche.
 
Lasst euch vom Geschmack überraschen
 
Mairüben schmecken roh sehr gut, nach dem Waschen könnt ihr sie schälen, in Scheiben schneiden und mit Dips genießen. Ihre knackige Struktur macht sie außerdem zur perfekten Salatzutat. Auch das gewaschene Kraut könnt ihr verwenden, klein geschnitten im Salat oder gedünstet wie Spinat. Unser Tipp: eine Prise Backpulver im Kochwasser sorgt dafür, dass das Kraut nicht bitter wird.
Sowohl Mairübe als auch Steckrübe passen gut zu Suppen oder Eintöpfen, und sie ergeben ein sehr leckeres Püree. Ihr könnt sie außerdem in Stücke schneiden und dünsten, als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten machen sie eine gute Figur.
 
Habt ihr Lust bekommen, mal ein Rübenrezept auszuprobieren?

Autor
Vapiano-Redaktion

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