Tricks & Tipps
14.08.2017

Salz ist nicht gleich Salz: Ein kleines 1x1

Salz gehört auf jeden Tisch, oder? In unserem 1x1 über Meersalz & Co. verraten wir euch interessante Infos, geben nützliche Tipps und machen euch garantiert in Nullkommanichts zum Salz-Experten.

Salz ist zu Hause und im Restaurant auf jedem Tisch zu finden. Schließlich kommen die wenigsten unserer Lieblingsgerichte ohne die kleinen Kristalle aus – auch in Pasta- und Pizzateig gehört eine Prise. Anders als pflanzliche Gewürze, die den Geschmack von Lebensmitteln durch ihr eigenes Aroma verändern, verstärkt Salz unser Geschmacksempfinden insgesamt. Das ist übrigens auch der Grund, warum Salz häufig beim Backen verwendet und in vielen Fertignahrungsmitteln großzügig eingesetzt wird.

Tatsächlich ist unser Körper auf Salz angewiesen – anders als auf Zucker könnten wir auf Salz nicht verzichten. Wieviel Salz gut für uns ist, und ab wann es uns schadet, darüber sind sich Wissenschaftler nicht ganz einig. Salz gehört aber seit 2016 zu den sieben kennzeichnungspflichtigen Inhaltsstoffen auf abgepackten Lebensmitteln.

Bevor wir euch in unserem 1x1 die gängigsten Salz-Sorten vorstellen und nützliche Tipps verraten, nehmen wir euch mit auf eine kleine Zeitreise:

Schon die alten Römer handelten Salz als „Speise der Götter“. Damals verwendeten sie das feine Pulver nicht nur um Speisen zu verfeinern, sondern auch als Währung. Außerdem spielte Salz in vielen Opfergaben eine Rolle, da die Götter ihre Speisegaben mit etwas Würze verzehren sollten.
Auch in unserer Umgebung weisen noch einige Städte auf den im Mittelalter blühenden Salzhandel hin: Bad Reichenhall und Salzburg bescherten die weißen Kristalle ihre Namen. Das „Hall“ in Reichenhall ist übrigens zurückzuführen auf das keltische Wort „hal“, das für Salz steht.

Kochsalz, Tafelsalz & Speisesalz: Was ist was?

Im Supermarktregal habt ihr häufig die Wahl zwischen Koch-, Tafel- und Speisesalz. Im Grunde genommen meinen alle Bezeichnungen das Gleiche: Salz, dass für die menschliche Ernährung verwendet wird, chemisch: Natriumchlorid. Kochsalz wird im Gegensatz zu Meersalz überwiegend unter Tage abgebaut, industriell raffiniert und rieselfähig gemacht Außerdem kann Kochsalz noch Jod oder Fluorid beigefügt werden. Deutschland galt lange als Jodmangelgebiet und Jodaufnahme über Speisesalz kann beispielsweise Schilddrüsenunterfunktion vorbeugen.

Salz aus dem Meer?

Ja, Meersalz kommt tatsächlich aus dem Meer und unsere Vapianisti verwenden es täglich. Um das Salz zu gewinnen, wird Meerwasser in extra dafür angelegte Becken, sogenannte Salzgärten, geleitet. Mit der Zeit verdunstet das Wasser durch Sonne und Wind und lässt nur das Salz zurück. Üblicherweise stammt Meersalz aus Frankreich, Spanien, Portugal oder auch Hawaii. Dieses Salz enthält Spurenelemente und Mineralstoffe aus dem Meer.

Fleur de Sel: Die Königin der Meersalze

Das edelste Salz aus dem Meer heißt Fleur de Sel. Bei optimalen Zusammenspiel von Sonne und Wind entstehen in den Salzgärten auf der Wasseroberfläche sogenannte Salzblumen. Diese Blumen müssen von Hand abgeschöpft werden und enthalten mehr Restfeuchtigkeit als die übrigen Sorten Meersalz. Das sorgt für einen milderen Geschmack. Wenn ihr am Meer schon mal auf den Felsen herumgekraxelt seid, habt ihr vielleicht sogar selber Salzablagerungen gefunden? Fleur de Sel ist durch seine großen, flächigen Kristalle sehr dekorativ und wird in der Küche gerne erst kurz vor dem Servieren verwendet. Es sieht aus wie zarte Schneeflocken, und ähnlich wie sie löst es sich auch bald auf, deshalb ist der Moment entscheidend.

Aber bitte mit Farbe: Buntes Salz

Das Kala Namak, auch Schwarzsalz genannt, stammt aus Indien und Pakistan. Dort verwendet man es in der Küche vor allem für Masalas, also Gewürzmischungen. Zugegeben: Schwarz ist nicht unbedingt bunt. Fein gemahlen sieht das Salz allerdings eher rosa aus. Auch zart rosa ist das australische Murray River Salt, welches in Salzbecken am Fuß der Australischen Alpen gewonnen wird. Hier sorgen karotinhaltige Algen für die dezente Färbung. Eine farbliche Verwandte ist Himalayasalz. Durch seinen hohen Eisengehalt sieht es rot aus. Übrigens: abgebaut wird dieses Salz in Brocken - daraus entstehen unter anderem stylische Salzlampen.

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Tricks & Tipps zum Thema Salz

 

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•    Wenn ihr euer Essen ausversehen versalzt, ist das kein Grund zur Panik. In unseren Kitchenhacks verraten wir, wir ihr gegen diese Küchenpanne vorgeht.


•    Weg mit dem Reis! Heutzutage ist das Kochsalz bereits so raffiniert, dass ihr auf Reiskörner im Salzstreuer verzichten könnt. Früher hat der Reis das Salz vor dem Verklumpen geschützt.


•    Rotweinfleck auf der weißen Bluse? Schnell eine Handvoll Salz draufstreuen – das zieht die Flüssigkeit aus dem Kleidungsstück!

•    Keine Chance dem Kater: Alkohol entzieht dem Körper Mineralien. Salzhaltige Speisen helfen am nächsten Tag den Kater auszugleichen.

Ihr seht: Salz ist nicht gleich Salz! Darauf gönnen wir uns erstmal ein Gläschen Wein mit salziger Schoki – eine perfekte Kombi.

Autor
Vapiano Redaktion

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