Frische
10.04.2017

Speiseöl: Was ihr über das flüssige Gold wissen müsst

Ihr habt euch schon immer gefragt, welches Speiseöl sich zum Braten, Backen oder Kochen am besten eignet? Wir verraten euch alles Wichtige über Verwendung und Geschmack des flüssigen Goldes.

Bis heute habt ihr Sonnenblumenöl immer zum Backen und Braten benutzt? Das wird sich jetzt ändern. Schließlich passt es viel besser zur kalten Küche. In unserer kleinen Ölkunde haben wir die zehn gängigsten Speiseöle mal genauer unter die Lupe genommen und zeigen euch, wofür ihr sie am besten verwenden könnt. Olivenöl ist in der mediterranen Küche zuhause und aufgrund seines kräftigen Eigengeschmacks eignet es sich gut für herzhafte Gerichte. Auch als Dressing im Salat schmeckt das Speiseöl hervorragend. Zum Braten unter sehr hohen Temperaturen solltet ihr es jedoch nicht verwenden, da es nicht besonders hitzestabil ist. Die beste Qualität bekommt ihr übrigens, wenn ihr „Natives Olivenöl“ kauft.


Rapsöl

Es enthält mehr Omega-3-Fette als andere Pflanzenöle und soll dabei helfen den Cholesterin-Spiegel zu senken: Rapsöl. Dieses Speiseöl wird aus den gepressten Samen der Rapspflanze gewonnen und ist sehr mild im Geschmack. Im Gegensatz zu vielen anderen Ölen eignet sich dieses Öl super zum Braten und Backen bei hohen Temperaturen.


Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl, das am meisten gekaufte Speiseöl in Deutschland, wird aus den Samen der Sonnenblume gewonnen und ist relativ geschmacksneutral. Das Öl ist besonders gut für die kalte Küche geeignet: zum Beispiel für Salate oder Rohkost. Nach Anbruch solltet ihr das Öl möglichst rasch verbrauchen, da es schneller ranzig wird als andere Öle.


Distelöl

Ähnlich wie Sonnenblumenöl, könnt ihr auch Distelöl super für Salate und Rohkost verwenden. Es hat einen feinherben Geschmack und eignet sich außerdem zum kurzen Andünsten, nicht jedoch zum starken Erhitzen.


Sesamöl

Es gibt zwei Varianten von Sesamöl: das helle Öl aus unbehandelten Samen, das eher geschmacksneutral ist, und das würzigere dunkle Öl aus gerösteten Samen. Besonders toll schmeckt Sesamöl vor allem zu kalten und warmen Asia-Speisen.


Walnussöl

Durch das Pressen von Walnusskernen entsteht das leckere Speiseöl mit einem eindeutig nussigen Geschmack und hohem Vitamin E-Gehalt. Häufig werden die Nüsse vor dem Pressen sogar noch geröstet, um den nussigen Geschmack zu verstärken. Das hellgelbe bis grünlich-gelbe Speiseöl solltet ihr möglichst kühl aufbewahren und nicht erhitzen.


Arganöl

Aus der Frucht des Argan-Baumes wird das fein-nussige Arganöl gewonnen. Dieses Speiseöl eignet sich besonders für Marinaden, Fleisch- und Fischgerichte, aber auch für leckere Salatdressings.


Kürbiskernöl

Das dunkelgrüne Kürbiskernöl wird aus den Samen des Ölkürbisses gewonnen. Werden die Samen vor dem Pressen noch geröstet, verstärkt sich der intensive Geschmack. Dieses Öl eignet sich gut für Dressings und Soßen und sollte am besten kühl und dunkel gelagert werden, da es sonst schnell verdirbt. Das ist in diesem Fall besonders ärgerlich, weil das Öl einen stolzen Preis hat.


Traubenkernöl

Das kalt gepresste Traubenkernöl wird nach der Weinherstellung aus den Kernen gewonnen und schmeckt leicht nussig und würzig. Deswegen eignet es sich hervorragend für Salate.


Leinöl

Das goldgelbe Leinöl aus gepressten Leinsamen ist besonders beliebt zu Pellkartoffeln und Quark. Da sich das Speiseöl nur schlecht lagern lässt, wird es meist in sehr kleinen Mengen verkauft. Am besten bewahrt ihr das Öl im Kühlschrank auf und verbraucht es so schnell wie möglich, da es bereits nach wenigen Wochen ranzig und bitter wird.

 

Unsere kleine Ölkunde macht deutlich: Speiseöl ist nicht gleich Speiseöl. Zum Glück gehört ihr jetzt zum Kreis der Aufgeklärten und könnt in Zukunft, je nach Gericht, das optimale Öl verwenden. Geschmacklich lohnt es sich auf jeden Fall!

Autor
Vapiano-Redaktion

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