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28.08.2015

Vapiano Shanghai: Sehenswürdigkeiten gibt's viele, das Restaurant gehört dazu

Seit Juni 2015 gibt es ein Vapiano Shanghai, Sehenswürdigkeiten gibt es aber noch mehr. In der chinesischen Metropole hat das 160. Vapiano-Restaurant eröffnet und unser Country Manager Jack Cai spricht im Interview über absolute No-Gos in seiner Heimat und interessante Sehenswürdigkeiten.

Jack, du hast in den Niederlanden studiert und kennst sowohl die östliche als auch die westliche Kultur sehr gut. Was gefällt dir an beiden Kulturen am besten?
In der östlichen Kultur ist die Familie sehr wichtig. Man geht gern zusammen essen und unternimmt etwas gemeinsam. Die meisten Menschen arbeiten sehr fleißig, sind aber trotzdem etwas flexibler als die Leute aus dem Westen. Dafür sind Europäer etwas offener gegenüber Neuem. Bei Asiaten wiederum ist es oft schwierig, zu erkennen, was der Gesprächspartner eigentlich meint. Denn ein „Ja“ kann in Wirklichkeit „Nein“ bedeuten; das „Nein“ wird jedoch vermieden, weil man nicht unhöflich wirken will. Auch Vertrauen spielt in der östlichen Kultur eine große Rolle. Freundschaften und Beziehungen sind den Menschen oft wichtiger als das Berufliche und haben einen hohen Stellenwert.

Was sind deiner Meinung nach die signifikantesten Unterschiede zwischen den beiden Kulturen – vor allem was das Essen betrifft?
China ist ein sehr großes Land. Daher gibt es in unterschiedlichen Regionen auch verschiedene Vorlieben. Hier in Shanghai lieben die Menschen Meeresfrüchte, schließlich bedeutet der Name der Stadt „hinaus aufs Meer“. Allgemein kann man aber sagen, dass es in der östlichen Kultur sehr wichtig ist, das Essen miteinander zu teilen. Ein besonders auffälliger Unterschied zwischen den kulturellen Essgewohnheiten ist die Wartezeit. In Europa ist es normal, dass man auch mal 15 Minuten auf ein Essen wartet. In China wäre das absolut inakzeptabel.

Du scheinst dich gut in China auszukennen. Seit wann lebst du in Shanghai?
Ich wurde hier geboren und war nur für das Studium fort. Also im Grunde seit 1982.

Was ist das Reizvolle an deiner Heimat? Kannst du sagen, was das typische Flair der Stadt ausmacht?
Den Spirit von Shanghai würde ich als aufgeschlossen und städtisch bezeichnen. Hier leben 24 Millionen Menschen, die im Vergleich zu anderen chinesischen Städten offen gegenüber Neuem sind. Ähnlich wie in Europa. Die internationale Mischung macht die Stadt aus.

Welche drei Wörter beschreiben Shanghai am besten?
Es ist modern, Mode spielt eine sehr große Rolle und es gibt einfach viel zu viele Leute.

Gibt es bei so vielen Menschen denn noch eine bestimmte Gegend in Shanghai, in der du trotzdem besonders gern Zeit verbringst?
Auf jeden Fall! Ich liebe Luijazui. Der Stadtteil ist leider etwas teurer, aber es lohnt sich, dort vorbeizuschauen. Er befindet sich auf einer Halbinsel und liegt daher direkt am Huangpu River. Hier hat auch das neue Vapiano eröffnet.

Ein Tag Shanghai – Sehenswürdigkeiten, die man auf keinen Fall verpassen darf?
Besucher sollten sich unbedingt die moderne Skyline mit dem Wasser in Luijazui ansehen. Im Kontrast dazu gibt es noch einen alten, traditionell chinesischen Teil der Stadt, der sich Qi Bao nennt. Wenn man abends noch etwas trinken gehen möchte, kann man dies besonders gut in Xintiandi. Das Viertel bietet tolle Restaurants, Bars und Shoppingmöglichkeiten. Außerdem ist es ganz anders als der Rest der Stadt, da hier keine Autos fahren dürfen.

Hast du auch noch eine Empfehlung für ein typisches Shanghai-Gericht und kannst uns verraten, wo man es bestellen kann?
Xiao Long Bao. Das sind kleine, mit Fleisch gefüllte Teigtaschen in einer aromatischen Brühe. Die bekommt man eigentlich überall in der Stadt.

Was sind Shanghais Sehenswürdigkeiten in der Nacht?
Ein besonderes Highlight für mich ist das nächtliche Street Food mit Flusskrebsfleisch. Das ist super lecker.

Bleiben wir beim Essen. Wie hat dich das Vapiano-Konzept überzeugt?
Die Frische steht bei Vapiano an erster Stelle und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Aber auch das schlichte Design gefällt mir sehr gut. Das natürliche Licht schafft zusammen mit den grünen Pflanzen ein schönes Ambiente.

Du hast das neue Vapiano bereits eröffnet. Was war während der Vorbereitungszeit die größte Herausforderung, der du dich stellen musstest?
Bevor wir das Vapiano eröffnen konnten, mussten einige Dinge aus Deutschland importiert werden. Die ganze Zeit in Shanghai zu sein und abzuwarten, war wirklich nicht so leicht. Warten gehört als Chinese nicht zu meinen Stärken.

Was für Veränderungen hast du im Vapiano in Shanghai vornehmen müssen, um den Geschmack der chinesischen Gäste zu treffen?
Anders als in den europäischen Vapianos werden bei uns mehr Gerichte mit Meeresfrüchten angeboten. Um die Wartezeit für unsere chinesischen Gäste besonders kurz zu halten, haben wir zwei zusätzliche Pasta-Stationen. Die Chinesen teilen ihr Essen miteinander, daher wurde das Design der Tische angepasst. Auch die Höhe der Tische und Stühle wurde verändert, da die durchschnittliche Körpergröße in China bei 1,60 Meter liegt.

Da gab es ja einiges vorzubereiten. War es schwer für dich, Vapianisti zu finden?
Tatsächlich war es nicht einfach, passionierte Vapianisti zu finden, da die Gastronomiebranche in China nicht angesehen ist. Deshalb habe ich die Vapianisti auch hauptsächlich aufgrund ihrer Einstellung und ihres Verhaltens ausgewählt. Das ist das Wichtigste. Alles andere kann man lernen.

Nun die letzte Frage: Was ist dein Lieblingsessen bei Vapiano?
Pasta mit Meeresfrüchten. Einer der Bestseller in Shanghai.

Das hört sich gut an. Da bekommt man direkt Lust auf einen spontanen Trip nach Shanghai, die Sehenswürdigkeiten und natürlich einen Besuch im neuen Vapiano. Vielen Dank für deine Zeit, Jack.

Autor
Kim, Public Relations

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