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04.10.2016

Viertes Vapiano in Polen: Leute, wir fahr’n nach Lodz!

Vapiano Polen hat einen Neuzugang und zwar in Lodz, sorry, in Łódź. Wie man den Namen ausspricht und anderes Wissenswertes über die Stadt plus alle Infos zum 175. Vapiano weltweit lest ihr hier!

Aktuell gibt es 175 Vapianos weltweit – das neuste hat gerade in der polnischen Stadt Lodz seine Türen geöffnet, und zwar in der Shoppingmall „Sukcesja“. Es ist das erste Vapiano in Polen außerhalb der Hauptstadt Warschau. Auf 550 Quadratmetern finden 180 Gäste Platz, auf der großzügigen Terrasse noch einmal 40 mehr. Mehr zur Stadt verrät euch Paulina Lazowska, Head of Operations von Vapiano in Polen.

 

Hallo Paulina! In Lodz habt ihr gerade das vierte Vapiano in Polen eröffnet. Was ist das Geheimnis eures Erfolgs? 

 

Ganz einfach: Wir machen keine Kompromisse. Polen ist ein aufstrebendes Land, alle sind sehr anspruchsvoll, was das Essen betrifft. Auf der anderen Seite will man sich beim Essen wohlfühlen. Und genau diese Ansprüche erfüllen wir. 

 

Das Vapiano in Lodz hat einen sehr modernen Loft-Charakter. Was hat euch dazu inspiriert?

 

Lodz war früher DIE Stadt der Textilbranche. Heute ist es ein Knotenpunkt für Kreative, Filmemacher und Designer. Das wollten wir mit der Location abbilden. Die Shoppingmall „Sukcesja“ erinnert durch ihre Bauweise an eine alte Fabrik, ist aber sehr modern – die perfekte Mischung und ein sehr beliebter Treffpunkt für die Lodzer!

 

Wie würdest du einem Ortsfremden Lodz beschreiben?

 

Lodz ist leider noch total unterschätzt! Im 19. Jahrhundert war die Stadt dank der Textilindustrie eine der wohlhabendsten, aber auch kontrastreichsten Polens. Das sieht man heute noch: Neben schicken Stadtvillen finden sich hier viele alte Fabriken und Arbeitersiedlungen. Lodz war und ist außerdem ein kultureller Schmelztiegel: Früher lebten hier Polen, Deutsche und Juden nebeneinander, heute zieht die Filmhochschule Studenten aus aller Herren Länder an. Wer abseits typischer Touristenpfade wandeln will, ist in Lodz goldrichtig, würde ich sagen.  

 

Was schätzt du an Lodz am meisten? 

 

Dass es so anders ist als die Städte, die ich sonst kenne. Ständig entsteht etwas Neues, gefühlt eröffnet jede Woche ein neuer Pub oder eine neue Bar. Ich habe den Eindruck, dass sich Lodz in einem Dornröschenschlaf befunden hat und jetzt nach und nach aufwacht. Spannend! Und obwohl es diesen Bau- und Entwicklungsboom gibt, sind die Menschen sehr entspannt, alles geht sehr ruhig zu.

 

Welche Pläne habt ihr für das Vapiano in Lodz – und welche darüber hinaus?

 

Je nachdem, wie es in Lodz läuft, gehen wir die nächstgrößeren Städte an. Ganz oben auf unserer Liste stehen Danzig im Norden mit dem großen Ostsee-Hafen und Breslau, die größte Stadt im Westen Polens. 

 

Vielen Dank für das Interview, Paulina und viel Erfolg mit dem Vapiano in Lodz!

Fünf Facts zu Lodz:

 

Für die Weltenbummler unter euch haben wir noch ein paar Infos zu Lodz zusammengetragen.

1. Lo – und wie weiter? 

Im Deutschen schreibt man Lodz ohne Sonderzeichen und sagt „Lodsch“. Auf Polnisch spricht man den Städtenamen eher wie „wutsch“ aus. 

 

2. Wer ist eigentlich Theo, ...

und was hat er mit Lodz zu tun?! Das können wir euch leider auch nicht erklären. Dafür aber das: Vicky Leandros landete 1974 den Schlagerhit „Theo, wir fahr’n nach Lodz“, der sich auf ein altes Volkslied bezieht. Übrigens ihr einziger Nummer-Eins-Hit in den deutschen Charts.  

 

3. Nah am Wasser gebaut?

Lodz heißt auf Deutsch „Boot“, deshalb findet sich auf dem Stadtwappen auch ein kleines Holzboot. Wer allerdings in oder um Lodz herum viele große Flüsse und Seen vermutet, liegt falsch. Durch die Stadt fließen 18 Flüsse und Bäche – diese allerdings alle unterirdisch! Der nächste See, Jesiorsko, ist über 70 Kilometer entfernt, der nächste Fluss, die Weichsel, knapp 150 Kilometer!

4. Holly-Lodz

Lodz ist das Babelsberg Polens – die meisten der polnischen Spielfilme entstehen hier. Besonders stolz ist man in Lodz aber auf die vielen Bars und Kneipen, die sich nicht nur auf den Hauptstraßen, sondern auch in den Hinterhöfen verstecken. Angeblich hat Lodz die höchste Kneipendichte Europas!

 

5. Make-up made in Lodz

 Max Factor, der Erfinder und Gründer der gleichnamigen Kosmetikmarke, stammt aus Lodz. Er wurde hier in den 1870er Jahren als Maksymilian Faktorowicz geboren, Anfang des 20. Jahrhunderts wanderte er mit seiner Familie in die USA aus. 1908 verschlug es ihn nach Los Angeles, wo er Kosmetik für die Filmindustrie entwickelte, zum Beispiel das wasserfeste Mascara und den Lipgloss.

Autor
Kim, PR Manager

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