19.12.2017

Bundesbester Azubi Award

Am 4. Dezember wurden im Maritim Hotel Berlin die überragenden Leistungen der 213 Top-Azubis, die 2017 in den IHK-Ausbildungsberufen als Jahrgangsbeste abgeschnitten haben, durch die IHK-Organisation gewürdigt.

Wir sind stolz, auch ein Vapianist war unter den bundesbesten Azubis. Carolin Bouwer, Head of HR bei der Vapiano SE, hat den Auszubildenden Alexander Schildwach interviewt.

 

Carolin Bouwer: Ich sitze hier mit Alexander Schildwach, der gestern zum Besten Azubi Deutschlands für den Bereich „Fachmann für Systemgastronomie“ geehrt wurde. Alex, wir wollen heute ein paar Fragen durchgehen, die uns alle brennend interessieren. Wie bist du nach dem Abitur auf die Idee gekommen, diesen Ausbildungsberuf zu wählen?

 

Alex Schildwach: Ich wollte zunächst einmal studieren und habe vorher ein Auslandsjahr gemacht. Wieder zurück habe ich für mich den Entschluss gefasst, erst etwas Praktisches zu machen, um die Arbeitsumgebung und betriebliche Abläufe besser kennen zu lernen und zu verstehen. Vor dem Laptop wusste ich erst nicht wirklich, wonach ich suchen sollte und habe erst einmal das Stichwort „Essen“ eingegeben – so bin ich auf den Ausbildungsberuf „Fachmann für Systemgastronomie“ aufmerksam geworden. Direkt waren auch einige Unternehmen angegeben, die diese Ausbildung anbieten. Unter anderem auch Vapiano. Vapiano kannte ich bisher nur als Gast und da mir meine Besuche immer sehr gut gefallen hatten, dachte ich mir: „Das schau ich mir einmal genauer an!“

 

Carolin Bouwer: Aus welcher Stadt kommst du, welches Vapiano war das?

 

Alex Schildwach: Ich komme aus der Nähe von Oldenburg und war auch dort das erste Mal im Vapiano. Es ist ein schönes, eher kleineres Restaurant – genau richtig für die Stadt. Beworben habe ich mich dann allerdings in Hamburg, da ich unbedingt in eine Großstadt wollte. Ich wurde zu einem Schnuppertag nach Hamburg eingeladen und hatte danach noch ein persönliches Gespräch, in dem ich direkt meine Zusage bekommen habe.

 

Carolin Bouwer: Es werden von allen Unternehmen wie auch von Vapiano immer mehr duale Studiengänge angeboten. War das auch eine Option, oder war dir das damals noch gar nicht bekannt?

 

Alex Schildwach: Zur Zeit meiner Bewerbung war mir diese Option nicht bekannt. Im persönlichen Gespräch wurde ich auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht und ich habe mich noch einmal damit auseinandergesetzt. Jedoch hatte ich für mich schnell beschlossen, bei der klassischen dualen Ausbildung zu bleiben, da die Zeit welche man in der Praxis verbringt, höher ist. Das war mir persönlich wichtig.

 

Carolin Bouwer: Du hast deine Ausbildung sehr erfolgreich abgeschlossen. Warum würdest Du jetzt im Nachhinein sagen, dass diese Entscheidung die Richtige war?

 

Alex Schildwach: Ich habe meine Ausbildungszeit, aufgrund meiner guten Noten, auf 2 Jahre verkürzt. In diesen zwei Jahren habe ich alle neun Stationen im Vapiano durchlaufen und erlernt. Dabei ging es nicht nur um die handwerklichen, praktischen Aufgaben, sondern auch um Führungsskills, welche ich mit meinem General Manager erarbeitet habe. Durch die Vielzahl an Menschen, welche ich dieser Zeit kennen gelernt und auch teilweise auf den Schichten angeleitet habe, kann ich sagen, dass die Entscheidung richtig war und mich persönlich außerordentlich bereichert hat.   

 

Carolin Bouwer: Welche Inhalte haben dich in der Ausbildung am Meisten interessiert?

 

Alex Schildwach: Meine erste Station bei Vapiano war die Pastastation. Diese hat mir bis zum Ende der Ausbildung immer noch am meisten Spaß gemacht. Wahrscheinlich, weil man hier den kontinuierlichen Kontakt mit den Gästen hat und vor ihnen die Gerichte zubereiten kann. Die Idee des gemeinsamen Kochens wird hier am besten wiedergegeben und hat mir während der Ausbildung immer wieder gezeigt, wieso ich mich gerade für diesen Ausbildungsberuf beworben habe.

 

Carolin Bouwer: Wenn wir uns vorstellen wir sitzen hier in 10 Jahren und du würdest ein Interview führen über deine große internationale Karriere und man würde dich zu diesem Lebensabschnitt der Ausbildung befragen. Welchen Wert hat diese Zeit für deine persönliche Entwicklung gehabt?

 

Alex Schildwach: Bevor ich die Ausbildung begonnen habe, war die große, weite Welt für mich immer etwas sehr Ungewisses, was ich nicht komplett begreifen konnte. Ich denke, dass ich dies jetzt auch noch nicht kann, aber meine Ausbildung hat mir tolle Eindrücke und Facetten des Lebens aufgezeigt und erleben lassen. Bei Vapiano arbeiten viele unterschiedliche Kulturen und Generationen zusammen. Es ist ein bisschen wie eine große Patchwork-Familie, wo man viel miteinander erlebt und lernt. Obwohl ich mit Abschluss meiner Ausbildung erst 22 Jahre alt war, habe ich das Gefühl auf viel mehr Erfahrungen zurückgreifen zu können.

 

Carolin Bouwer: Ich bin bei Vapiano auch für den Bereich der Azubis und dualen Studenten zuständig. Was würdest du mir für meine Arbeit mitgeben? Gab es Inhalte, die nicht abgedeckt worden sind. Was sind Bereiche, wo der Support nicht ausreicht?

 

Alex Schildwach: Ich weiß, dass Vapiano sich schnell weiterentwickelt und auch in Sachen Azubis immer weiter an Verbesserungen arbeitet. Die Ausbildungsinhalte haben sich sicherlich theoretisch nicht geändert, allerdings weiß ich, dass der Ausbildungsrahmenplan immer mal wieder angepasst wird. Das war auch während meiner Ausbildung so. Da ich mir die Aufgaben im Vapiano schneller erarbeitet habe, als es der Plan vorsah, konnte ich gerade die letzte Zeit sehr frei gestalten und mit meinem General Manager abstimmen. So konnte in die Themen, welche mich besonders interessieren, weiter vertiefen und mehr Einblicke in die Aufgabengebiete bekommen. Allerdings muss ich im Nachgang sagen, dass ich mir gerade am Anfang mehr Einführung in die Ausbildung gewünscht hatte. Eventuell einen ganz strikten Plan für die ersten Wochen, da so etwas einem Anfang 20ig jährigen Sicherheit gibt und diese zu Beginn eines neuen Lebensabschnittes, sehr hilfreich ist.

 

Carolin Bouwer: Du hast ja mitbekommen, dass wir bei Vapiano jetzt einen Senior Manager Young Talents haben, der selber auch sein duales Studium bei uns absolviert hat und dessen ausschließlicher Job die jungen Talente in Deutschland sind. Meinst du, dass diese Person deine Forderungen hätte erfüllen können?

 

Alex Schildwach: Auf jeden Fall, Tom ist ein cooler Kollege. Er hat selber das duale Studium bei Vapiano durchlaufen und danach sogar ein eigenes Gebiet geleitet. Er kennt also beide Seiten einer Ausbildung und kann aus seiner eigenen Erfahrung raus, die Dinge angehen, welche noch weiter verbessert werden können. Ich glaube er ist da genau der Richtige, der die zu treffenden Entscheidungen vorantreibt und beide Beteiligten (Azubi und Unternehmen) zusammen voranbringen kann.  

 

Carolin Bouwer: Wie war das mit deinen General Managern, den direkten Vorgesetzten, du hattest ja in deiner Zeit leider doch mehr als einen erlebt, der dich in diesen Jahren begleitet hat. Hattest du denn den Eindruck, dass diese einen Bezug haben zu deiner Ausbildung oder meinst du, dass da noch Kenntnisse und Verständnis fehlen?

 

Alex Schildwach: Ich hatte für mich nie das Gefühl, dass es etwas Negatives ist, nicht nur unter einem General Manager zu arbeiten. Innerhalb Hamburgs habe ich zwei Mal das Vapiano gewechselt und würde dies eher als Positiv beschreiben. Viele meiner Restaurantleiter, ich glaube es waren vier insgesamt, haben teilweise selbst bei Vapiano ihre Ausbildung gemacht oder zumindest auch die Ausbildung irgendwann einmal absolviert. Meistens waren meine Vorgesetzten eher jünger als älter, sprich es waren Menschen, die sich noch sehr gut an ihre eigene Ausbildungszeit erinnern konnten und auch einen sehr starken Bezug zur Ausbildung haben. Daher war ich eigentlich immer gut aufgehoben, da ich all meine Fragen stellen konnte und diese auch immer fachlich korrekt beantwortet wurden.

 

Carolin Bouwer: Du bist ja nun unser Super-Azubi, perfekte Noten, zuverlässig und ein tolles Standing im Restaurantteam. Wenn wir das jetzt an unsere Azubis im ersten Ausbildungsjahr adressieren, was würdest du ihnen mitgeben? Worauf sollen sie achten um diesen Weg zu gehen, den du gegangen bist?

 

Alex Schildwach: Es ist ganz wichtig, dass man immer neugierig bleibt und Lust auf mehr hat. Während der Ausbildung durchläuft man alle Stationen im Betrieb. Hierbei ist es wichtig, diese nicht nur zu erlernen, sondern sich auch immer wieder zu fragen: „Was kann ich an dieser Station noch zusätzlich lernen, oder verbessern?“. Diese Gedanken muss man mit seinem Ausbilder und dem Team teilen, da sich so die Prozesse im Unternehmen verbessern und mitgestalten lassen. Dies ist ein super Vorteil während einer Ausbildung. Was die Berufsschule angeht, ist es viel logisches Denken und wenn man mit Spaß rangeht und nicht zu sehr verkrampft, kommt man auch weit bei Vapiano bzw. generell in diesem Ausbildungsberuf.

 

Carolin Bouwer: Was machst du jetzt?

 

Alex Schildwach: Ich studiere jetzt Betriebswirtschaftslehre an der Uni Göttingen. Noch bin ich im ersten Semester und so betrachtet auch wieder im ersten Ausbildungsjahr des Studiums. Das ist mein weiterer Werdegang.

 

Carolin Bouwer: Toll! Wir wünschen uns natürlich, dass sich unsere Wege in der Zukunft wieder kreuzen. Kannst du dir das vorstellen?

 

Alex Schildwach: Jetzt kommt sicherlich erstmal der Bachelor und dann wahrscheinlich auch der Masterstudiengang. Es dauert also noch ein paar Semester, bis ich wieder auf dem Arbeitsmarkt aktiv bin. Durch die Ausbildung konnte ich einen tollen Einblick in die Praxis bekommen. Durch mein Studium erhoffe ich mir weiteres kaufmännisches Wissen und kann mir vorstellen, dass wir uns nach der „Zeit an der Uni“ bei Vapiano wiedersehen. Dann aber wahrscheinlich eher in dem Support Center in Köln ;-) In den Semesterferien aber sicher auch als studentische Aushilfe im Vapiano…

 

Carolin Bouwer: Hast du schon eine Idee, welche Fachbereiche im Support Center dich interessieren würden?

 

Alex Schildwach: Insgesamt bin ich eher der kommunikative Typ, wahrscheinlich ist das Marketing ein interessanter Bereich für mich. Ich finde aber auch den Bereich Logistik interessant, dieses „Wie kommt was von A nach B und wie wird das eigentlich verteilt?“, die Zusammenarbeit mit dem Logistikpartner „Havi“ ist auch ein sehr interessanter Bereich bei Vapiano, welchen ich mir auch gut vorstellen kann.

 

Carolin Bouwer: Alex, ich danke dir für das Interview. Wir sind wahnsinnig stolz auf dich und würden uns sehr freuen, wenn sich unsere Wege sehr bald wieder kreuzen! Wir sind in engem Kontakt und unsere Türen stehen dir weltweit immer offen. Vielen Dank dafür.

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