Lifestyle
29.04.2016

1. Mai: Vom Tanz in den Mai und anderen Traditionen

Für die meisten beginnt der Mai mit einem freien Tag. Aber warum ist der 1. Mai eigentlich ein Feiertag? Und können Maibäume gestohlen werden? Das und noch viel mehr erfahrt ihr hier.

Viele kennen den 1. Mai als Tag der Arbeit. Der gesetzliche Feiertag, der auf den Generalstreik in den USA am 1. Mai 1886 zurückgeht, an dem Arbeiter für einen Achtstundentag demonstrierten, ist für viele von politischer Bedeutung. Vielerorts gibt es Kundgebungen und Demonstrationen, beispielsweise in Berlin-Kreuzberg oder Hamburg. Es gibt aber noch viel mehr Traditionen und Bräuche, die rund um den 1. Mai stattfinden. Wir stellen sie euch vor und erklären, was es damit auf sich hat.

Der 1. Mai: Walpurgisnacht am Blocksberg, Lagerfeuer und Tanzveranstaltungen

Man kennt die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai vielerorts als Walpurgisnacht. Sie hat ihren Ursprung in einem traditionellen Frühlingsfest, bei dem durch Trommeln und Lärm böse Geister vertrieben wurden. Außerdem hat man die Frühlingszeit eingeläutet und den kalten Winter verabschiedet. Heutzutage feiert man die Walpurgisnacht immer noch mit verschiedenen Ritualen, Tanz und Gesang, zum Beispiel am Brocken im Harz. Der sogenannte Blocksberg soll Mitte des 17. Jahrhunderts DER Hexentreffpunkt gewesen sein. Traditionell malt man heute noch weiße Kreuze an die Tür oder wirft Salz über Türschwellen. Bei großen Maifeuern, die in ganz Deutschland verbreitet sind und bei denen ordentlich getanzt, getrunken und gefeiert wird, verjagt man Dämonen und andere böse Wesen. Das Entzünden eines Feuers ist aber nicht unbedingt notwendig, um in den Mai zu feiern. Bei Tanz-in-den-Mai-Feierlichkeiten und –Veranstaltungen wird in vielen Städten ganz ohne Feuer der Mai begrüßt. Da der 1. Mai ein Feiertag ist, bietet sich der 30. April zum ausgiebigen Feiern an.

Maibaum aufstellen auf Bayerisch
Zu den beliebtesten Traditionen rund um den 1. Mai gehört vor allem in Bayern das Aufstellen eines Maibaums. Jedes Jahr werden am ersten Maitag an zentralen Plätzen in Orten und Gemeinden Bäume aufgestellt, die oft aufwendig geschmückt und bemalt sind. Traditionell ist der Maibaum in Bayern blau-weiß bemalt und gilt als Zeichen der Fruchtbarkeit. Außerdem gibt es die Tradition des sogenannten Maibaum-Klauens. Schafft ein Dorf es tatsächlich, einem anderen Dorf den Maibaum zu stehlen, müssen die Einwohner des bestohlenen Dorfs den Baum wieder auslösen – meist mit Bier und Essen. In Skandinavien gibt es den Brauch übrigens in abgewandelter Form: Zum Mittsommerfest im Juni werden dort ebenfalls geschmückte Bäume aufgestellt.

Studentenfeste in Skandinavien
Neben dem Mittsommerfest feiern die Skandinavier aber auch den 1. Mai ausgiebig. Bei großen Maifeuern werden Frühlingsreden gehalten und Lieder gesungen. Besonders ausgeprägt sind die Feierlichkeiten am Vortag des 1. Mai in den Universitätsstädten Lund und Uppsala. Nach einem Sektfrühstück steuern Wagemutige selbstgebaute Boote beim Wettrennen durch den Fluss Fyrisån. Dabei versuchen die Teilnehmer, Besucher und Schaulustige mit besonders kreativen und einfallsreichen Boots-Kreationen zu beeindrucken. Beim anschließenden großen Picknick im örtlichen Park feiern alle gemeinsam in den Mai hinein.

Viel Spaß bei eurer ganz persönlichen Mai-Begrüßung, egal, ob trinkend, essend und/oder tanzend. Übrigens, Vapiano hat natürlich auch am 1. Mai wie gewohnt für euch geöffnet.

Autor
Jana, Marketing Manager

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