Frische
22.02.2016

Florentiner und andere italienische Köstlichkeiten – eine kleine Kekskunde

Bis Ende Februar bereichern leckere Firenzini, besser bekannt als eine Art von Florentiner, die Dolci-Auswahl bei Vapiano. Die süßen Köstlichkeiten zählen zu den bekanntesten Keksen Italiens – doch was sollte man über sie und andere italienische Knabbereien wie Cantuccini, Amaretti, Sospiri oder Pasticceria eigentlich noch wissen? Die Steckbriefe unserer Vapianisti machen jeden zum Gebäck-Experten!

Firenzini

 

Herkunft: Der Name des süßen Gebäcks verrät es schon: Firenzini, die eine Abwandlung von Florentinern sind kommen ursprünglich aus der italienischen Stadt Florenz (auf Italienisch: Firenze), wo sie einst von einem Konditormeister erfunden wurden.


Zutaten:
Geraspelte Mandeln, Honig und kandierte Früchte – Firenzini sind die Puristen unter den italienischen Kekssorten und kommen klassischerweise ganz ohne Mehl aus. Die Unterseite der Köstlichkeiten wird mit Schokolade überzogen.

Schmecken zu: Firenzini sind die perfekte Ergänzung zu süßen Getränken wie Kakao.


Außerdem wissenswert: In Süddeutschland gehören Florentiner in einer Version mit Zimt und Orangeat zum traditionellen Weihnachtsgebäck.

Amaretti

 

Herkunft: Über den Ursprung der leckeren Eischnee-Makronen ist man sich nicht ganz einig: Für die einen kommen Amaretti aus dem Piemont im Norden Italiens, für die anderen stammt das Gebäck von der italienischen Mittelmeer-Insel Sizilien.


Zutaten:
Gemahlene Mandeln, Zucker, Eischnee und Aprikosenkerne.

Schmecken zu: Amaretti werden klassischerweise zu Cappuccino, Espresso und anderen Kaffeegetränken gereicht, schmecken aber auch zu Tee oder Amaretto.


Außerdem wissenswert:
Die kleinere Version der Amaretti lautet Amarettini. Die Rezeptur ist gleich.

Cantuccini

 

Herkunft: Der Italiener Antonio Mattei gilt als Erfinder des Cantuccini-Rezepts und war der erste, der die leckeren Mandelkekse gebacken hat. Seine Bäckerei in der toskanischen Provinz Prato übergab er später an einen Mitarbeiter. Sie wird heute in dritter Generation betrieben und stellt noch immer Cantuccini her.


Zutaten:
Die klassische Version des italienischen Gebäcks enthält Mehl, Mandeln, Zucker und etwas Salz. Variiert wird das Rezept gerne mit Haselnüssen, Amaretto, Zimt, Nelken, Kardamom oder Anis.

Schmecken zu: Wegen ihrer Konsistenz werden Cantuccini besonders gerne in heiße Getränke wie Kaffee oder Tee eingetunkt. Aber auch zu einem Glas Wein passen sie – als herzhafte Version mit Kardamom – hervorragend.


Außerdem wissenswert:
Cantuccini werden zweimal gebacken – als Laib und aufgeschnitten – und sind daher so hart wie Zwieback.

Sospiri

 

Herkunft: Die leckeren Mandelbällchen stammen aus Sizilien – einer Gegend, in der der Mandelanbau eine lange Tradition hat.


Zutaten:
Gehackte Mandeln, Zucker, Zitrone, etwas Orangensaft und Puderzucker.

 

 

Schmecken zu: Weil sie süß und saftig zugleich sind, kommen Sospiri auch ganz ohne Getränk aus.


Außerdem wissenswert: „Sospiri“ heißt auf Deutsch übersetzt „seufzen“ –  denn die Mandelbällchen sind so lecker, dass sie Genießern einen Seufzer entlocken. Kein Wunder also, dass Sospiri in Italien ein beliebtes Gastgeschenk sind.

Pasticceria

 

Herkunft: „Pasticceria“ wird auch als Oberbegriff für Gebäck verwendet, bezeichnet allerdings meistens italienisches Feingebäck. Dessen Wurzeln liegen im Süden Italiens; schon der Politiker und Philosoph Cicero soll ein großer Fan der süßen Teilchen gewesen sein – seinerzeit wurden diese statt mit Zucker mit Früchten und Honig gesüßt.


Zutaten: Die Grundzutaten sind Weizenmehl, Zucker und Butter. Bei Vapiano könnt ihr zwischen drei Sorten wählen: Pasticceria Marzipan, Pasticceria Mandel und Pasticceria Nuss. In der Sorte Marzipan steckt – klar! – Marzipan, die Mandel-Plätzchen enthalten Marzipan plus eine Extraportion Mandeln und die Haselnuss-Kekschen werden mit Ei, Mandeln und Haselnüssen hergestellt.

Schmecken zu: Unsere Pasticceria passen perfekt zu heißem Tee oder Kaffeespezialitäten.


Außerdem wissenswert:
Wer nach Italien fährt, wird das Wort „Pasticceria“ auch auf Firmenschildern lesen – dahinter verbergen sich klassische Konditoreien mit Patisserie.

Welches süße Gebäck am besten schmeckt? Das findet ihr am besten selbst heraus! Buon appetito! 

Autor
Juan, Vapianisti

top