Frische
21.12.2017

Granatapfel – Alles über den dekorativen Exoten

Hübsch sieht er aus, so ein glänzend roter Granatapfel – aber die exotische Frucht kann noch mehr, als eure Weihnachtsdeko abzurunden. Wir verraten, wie ihr am besten an das Fruchtfleisch kommt.

Ihr habt euch einen Granatapfel gekauft, weil er einfach so schön rot geschimmert hat? Gut so, denn die leuchtend rote Farbe bedeutet, dass sein Fruchtfleisch reif ist. Wäre das nicht der Fall, müsstet ihr euch alleine am dekorativen Effekt erfreuen, denn ein Granatapfel reift nach der Ernte nicht nach.
Dafür hält er sich im Kühlschrank wochenlang, seine Schale ist so dick und fest, dass sie sein Inneres lange schützt.

Genau deshalb ist es aber auch so schwer, an das leuchtend rote und säuerlich-frisch schmeckende Fruchtfleisch des Granatapfels zu gelangen. Die frechen Früchtchen sind dafür bekannt, dass sie beim Öffnen und Verarbeiten spritzen und Flecken hinterlassen – schützt euch also am besten mit einer Schürze, bevor ihr euch an das Öffnen macht.

Der Sache auf den Kern gehen

Es gibt zwei bewährte Wege, die von Fruchtfleisch umschlossenen Kerne freizusetzen. Entweder ihr schneidet den Granatapfel vorsichtig in zwei Hälften und klopft die Kerne durch kräftige Schläge mit einem Holzlöffel aus der Frucht. Das macht ihr am besten in einer tiefen Schüssel, um Spritzer zu vermeiden.
Da die Kerne in einzelnen Fruchtkammern liegen und durch weißliche Häute getrennt sind, müsst ihr wahrscheinlich mit den Fingern nachhelfen.

Eine andere Möglichkeit ist es, den Granatapfel unter Wasser zu entkernen. Dazu schneidet ihr den Kelch vorsichtig ab und ritzt die Schale einige Male leicht ein. In einer großen Schüssel mit Wasser brecht ihr die Frucht nun auseinander und löst die Kerne vorsichtig heraus. Der Vorteil ist nicht nur, dass ihr Flecken vermeidet – das Wasser hilft euch auch beim Trennen von Haut und Kernen. Die Kerne sinken nämlich auf den Grund, während die weißlichen Fasern an der Oberfläche schwimmen, wo ihr sei abfischen könnt, bevor ihr eure Ernte durch ein Sieb abgießt.

Wozu passen Granatapfelkerne?

Ihr habt nun eine gute Handvoll Kerne, jeder in einer dicken Schicht aus Fruchtfleisch, die ihr so verzehren könnt. Sie eignen sich hervorragend als Topping für euer Müsli oder euren Salat. Nicht nur ihr intensives, frisches Aroma gibt euren Mahlzeiten einen fruchtigen Kick, auch optisch sind die kleinen, tiefroten Perlen echte Stars. Wie wäre es also, wenn ihr Granatapfelkerne als Dekoration auf einem Dessert benutzt oder sie einem Sektcocktail eine besondere Note verleihen? Und nicht ohne Grund spielen die fruchtige Inhalt des Granatapfels eine Rolle in vielen Geflügel- und Wildrezepten. Wie praktisch, dass er im Winter Saison feiert.

Angebaut werden Granatäpfel übrigens traditionell im Mittelmeerraum und im nahen Osten, inzwischen aber auch in Südafrika, Chile, Argentinien und Brasilien. Sie vertragen keinen Frost, und lieben warmes trockenes Klima. In unseren Breiten ist es möglich, eine Pflanze an einem sonnigen Standort im Topf zu halten, sie sollte zum Überwintern allerdings ins Haus geholt werden.


Autor
Vapiano Redaktion

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