Tricks & Tipps
20.04.2016

Hand Lettering-DIY: Menükarten selbst gestalten

Was wir in der Schule als Schönschreiben hassten, ist 2016 DER DIY-Trend: Hand Lettering, Kalligrafie und Sketchnotes. Wie es geht, lernt ihr von Anna. Plus: Step-by-Step-Anleitung für eure nächste Menükarte.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Hand Lettering, Kalligraphie und Sketchnotes?
„Beim Hand Lettering geht es darum, jeden Buchstaben zu zeichnen und jeden einzelnen besonders aussehen zu lassen“, verrät Anna. Die Zeichen werden dabei entweder mit einem speziellen Stift („Pen Lettering“) oder einem Pinsel („Brush Lettering“) geschrieben. Eine Kombination aus beiden Schreibgeräten ist der Brushpen. Kalligrafie ist die Kunst des Schönschreibens mit einem Füller beziehungsweise einer Feder. „Hier geht es nicht nur darum, etwas zu schreiben, so wie wir es normalerweise aus dem Alltag kennen, sondern darum, sich jedem einzelnen Buchstaben zu widmen und diesen besonders schön zu gestalten“, erklärt Anna. Ihre eigenen Kreationen verkauft sie über ihren Online-Shop. Außerdem bietet sie spezielle Kalligrafie-Kurse an, in der man alle Basics lernt, von den Materialien bis hin zur Anatomie der Buchstaben. Sketchnotes sind eine Kombination aus Skizzen und Notizen, die das visuelle Denken unterstützen.

Übung macht den Meister

Anna ist ein echtes Allround-Talent: Online-Marketing-Managerin, Bloggerin und Hand-Lettering-Profi. Auf www.annakalligraphie.de dreht sich alles rum um die Kunst des Schönschreibens. „Schöne Schriften haben es mir schon länger angetan“, erzählt sie. Das Wichtigste beim Hand Lettering laut Anna: Den eigenen Stil finden und sich von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Vor allem am Anfang darf man nicht aufgeben; die Devise heißt: Üben, üben üben.

Nur für euch hat Anna ein kleines Step-by-Step-Tutorial angefertigt, mit dem ihr selbst eine individuelle Menükarte für eure nächste Dinnerparty „lettern“ könnt. Damit könnt ihr eure Gäste – neben dem leckeren Essen natürlich – schwer beeindrucken, denn das Auge isst bekanntlich mit!

 

 

Annas Hand-Lettering-Tutorial

 

1. Arbeitsplatz einrichten
Alles, was störend ist oder umkippen könnte, wegräumen. Zum Lettern braucht ihr Platz. Außerdem solltet ihr alle benötigten Materialien bereit legen. Wichtig auch bei langen Haaren: Unbedingt einen Zopf binden! Sonst landen eure Haare auf dem Papier.

2. Hilfslinien einzeichnen
Vorher überlege ich, wie viele Zeilen ich benötige und welche Länge diese ungefähr haben werden. Die Bleistiftlinien sorgen dafür, dass alles gerade wird und mittig auf dem Papier steht. Für die Menükarte hier habe ich also sieben Linien mit dem Lineal mittig auf mein Papier gezeichnet.

3. Text mit Bleistift vorschreiben
Das hilft mir zu sehen, ob alles passt und die Aufteilung mir gefällt oder ob ich noch etwas ändern muss. Hier lege ich auch den oder die Schriftstile fest, in denen ich das Menü lettern möchte. Bei dieser Menükarte habe ich mich für eine Kombination aus relativ schlichten Versalien (bei den Überschriften) und geschwungenem Hand Lettering (für die Gerichte) entschieden. Die Mischung verschiedener Schriftstile macht das Ganze erst interessant.


4. Einmal drehen, bitte!
Wenn mir alles gefällt und ich mit meinem Bleistiftentwurf zufrieden bin, drehe ich als Rechtshänderin meinen Block schräg nach rechts, um die richtige Schreibposition für den Brushpen zu haben. Dann schreibe ich die einzelnen Buchstaben nach.

5. Verzierungen malen
Zum Schluss füge ich Verzierungen wie Punkte oder Linien hinzu, zeichne diese wieder mit Bleistift vor und, wenn sie mir gefallen, fahre ich sie mit dem Brushpen nach.

6. Geduld haben
Am besten lässt man das Geschriebene jetzt über Nacht trocknen, um zu vermeiden, dass beim Radieren irgendetwas unschön verschmiert. Dann noch alle Bleistiftlinien wegradieren und voilà, fertig ist eure Menükarte.

Viel Spaß beim Nachmachen, Ausprobieren und Schönschreiben!

Autor
Jana, Marketing Manager

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