Frische
15.09.2016

Hokkaido-Kürbis, Butternut & Co. – eine kleine Kürbis-Kunde

Den Hokkaido-Kürbis kennt wohl jeder von euch. Aber wisst ihr auch, was Butternut oder Spaghettikürbis so können? Wir erklären Unterschiede und Gemeinsamkeiten und machen euch zu echten Kürbis-Profis.

Herbstzeit ist Kürbiszeit, soviel steht für uns fest! Das Gemüse schmeckt fantastisch und lässt sich in vielen Gerichten verarbeiten – ob gekocht, gebraten oder gebacken. Über 800 Sorten gibt es, eine der bekanntesten ist wohl der Hokkaido-Kürbis, Wir stellen euch diesen und vier seiner Verwandten vor und laden ein zu einer Runde Kürbis-Kunde!

1.    Hokkaido-Kürbis

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Ein von Mike Brandner (@mi.bra) gepostetes Foto am

Eigenschaften: Klein, aber fein trifft es wohl am besten, denn der orangefarbene Hokkaido-Kürbis ist im Vergleich zu seinen Verwandten mit ein bis zwei Kilo ein echtes Fliegengewicht.



Herkunft: Der Hokkaido-Kürbis stammt aus Japan, wo er seit Ende des 19. Jahrhunderts wächst. Vor 20 Jahren hat er dann den Weg nach Deutschland gefunden und sich seitdem zum absoluten Lieblingskürbis der Deutschen entwickelt.



Verwendung: Dank seiner mehligen Konsistenz eignet sich der Hokkaido-Kürbis perfekt für Suppen, Pürees oder Risotto. An alle Eltern: Auch euren Kleinen sollte diese Kürbissorte schmecken, denn sie ist angenehm süß und ist die perfekte Zutat für Babybrei.



Schon gewusst? Die Schale vom Hokkaido-Kürbis kann man bedenkenlos mitessen. Sie wird beim Kochen weich und ist dann verzehrbereit – also perfekt geeignet für Kürbis-Einsteiger.



2.    Butternut-Kürbis

Eigenschaften: Der hellgelbe Butternut-Kürbis ähnelt mit seinem langen Hals und dickem Boden einer Birne und das brachte ihm auch seinen Zweitnamen „Birnenkürbis“ ein.



Herkunft: Ursprünglich ist diese Kürbisart in Südamerika heimisch, es gibt sie inzwischen aber auch in Deutschland. Haupterntezeit in Europa ist traditionell im Herbst.



Verwendung: Das Fruchtfleisch schmeckt, wie der Name bereits vermuten lässt, angenehm buttrig und mild. Wer mal etwas anderes ausprobieren möchte, sollte es mit gebackenem Butternut versuchen! Einfach das Gemüse halbieren, Kerne entfernen, mit Olivenöl bestreichen, nach Belieben würzen, und ab in den Ofen (braucht bei 175 Grad Umluft etwa 45 Minuten, um zu garen). Und noch ein Tipp: Aufgrund seiner länglichen Form eignet er sich perfekt, um ihn mit anderen Zutaten zu füllen.



Schon gewusst? Wenn ihr den Butternut-Kürbis lagern wollt, muss der Stiel dranbleiben! So verlängert ihr die Haltbarkeit und er bleibt über Monate frisch.


3.    Spaghettikürbis

What do you put on your spaghetti squash? #summer #yellow #spaghettisquash #yummy

Ein von Allison Proffitt (@proffittmama) gepostetes Foto am

Eigenschaften: Er ist im Gegensatz zum Hokkaido-Kürbis ein echtes Schwergewicht, wird bis zu 25 Zentimeter lang und bis zu drei Kilogramm schwer. Mit seiner gelben Farbe erinnert er allerdings eher an eine Honigmelone.



Herkunft: Achtung Falle! Obwohl der Spaghettikürbis erst einmal wie ein waschechter Italiener klingt: Er stammt aus Japan.



Verwendung: Tatsächlich bildet das Fleisch des gelben Kürbisses spaghettiförmige Fäden wenn man es gart, und ist somit ein Ersatz für alle, die eine gesündere Alternative zu Nudeln suchen. Einfach Tomatensoße dazu – fertig ist die kalorienarme Pasta.



Schon gewusst? Um herauszufinden, ob der Spaghettikürbis gar ist, einfach mit dem Finger auf die Schale drücken: Gibt sie nach, ist er verzehrbereit.


4.    Gelber Zentner

Eigenschaften: Das wohl markanteste Charakteristikum des Riesen-Kürbisses ist sein eindrucksvolles Gewicht. Der gelbe Gigant macht seinem Namen alle Ehre und kann ein stolzes Gewicht von bis zu einem halben Zentner, also 50 Kilogramm, erreichen.



Herkunft: Diese Kürbissorte stammt aus Deutschland und fühlt sich in gemäßigten Klimazonen wohl.

 

Verwendung: Das Fruchtfleisch des Gelben Zentners ist dafür bekannt, dass es sehr wasserreich ist und sehr mild schmeckt. Gerade für Süßspeisen, Gebäck oder Eingemachtes eignet es sich gut. Kleiner Tipp: Durch die Zugabe von Kürbispüree zu Kuchenteig bleibt der Kuchen schön saftig.



Schon gewusst? Aufgepasst! Der Gelbe Zentner sollte schnell zubereitet werden, denn seine Haltbarkeit beträgt nur etwa zwei Monate.



5.    Turbankürbis

Eigenschaften: „Speziell“ beschreibt sein Aussehen wohl am besten, denn der Turbankürbis sieht mit seiner wulstigen Form so aus wie eine orientalische Kopfbedeckung. Zudem ist er mit seinen weiß-, grün- und orangefarbenen Sprenklern farbenfroher als seine Kürbiskollegen.



Herkunft: Klar, dass es in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, einen Kürbis geben muss, der aus der Reihe tanzt, nämlich den Turbankürbis.



Verwendung: Auch diese Kürbisart eignet sich aufgrund ihrer mehligen Konsistenz ideal für Suppen und Pürees. Aus dem Fruchtfleisch kann man allerdings nicht nur Suppe herstellen, man kann die Suppe auch hervorragend in der ausgehöhlten Frucht servieren.

 

Schon gewusst? Das spezielle Aussehen verdankt dieser entfernte Verwandte des Hokkaido-Kürbis’ der Tatsache, dass sein Blütenansatz, anders als bei anderen Kürbisarten, während des Wachstums als Ring stehen bleibt – drum herum entsteht das Fruchtfleisch und bekommt die typische wulstige Form.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, ein leckeres Kürbis-Rezept zu kochen, haben wir hier ein Rezept für Pasta Zucca für euch.

Pasta Zucca

 

Ihr benötigt (pro Portion gerechnet):

Für die Soße:

- 5 Ringe rote Chilli
- 40 g Kürbiswürfel ( zum Beispiel Hokkaido-Kürbis)
- 40 g Pak Choi
- 10 g Zwiebeln
- 120 ml Kürbissuppe

Außerdem natürlich:

- 180 g Pasta

Und für das Topping:

- Grana Padano
- Pinienkerne
- Koriander

Zubereitung der Pasta Zucca:

Pasta in einen Topf mit Wasser geben und bis zum gewünschten Al-Dente-Grad kochen. Dann Kürbiswürfel, Pak Choi und Chili in einen Wok geben und mit Olivenöl anbraten. Zwiebeln hinzugeben, alles vermengen und kurz weiter anbraten. Mit Kürbissuppe ablöschen und einmal aufkochen lassen. Jetzt die Nudeln mit in den Wok geben und je nach Geschmak salzen und pfeffern. Wer mag, kann Koriander untermischen. Jetzt füllt ihr den Pasta-Kürbis-Mix auf einen Teller und garniert ihn mit Grana Padano, gerösteten Pinienkernen und (noch mehr) Koriander.

Buon appetito!

Autor
Vapiano-Redaktion

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