Tricks & Tipps
25.01.2018

How to Bullet Journal

Bloggerin Michelle von michilicious zeigt Euch, wie ihr das neue Jahr perfekt mit eurem eigenen Bullet Journal plant

Neues Jahr, neues Glück - 2018 hat gerade erst begonnen, aber Aufgaben, Termine und Herausforderungen lassen nicht lange auf sich warten. Egal ob ihr euch für die altbekannten Neujahrsvorsätze entschieden habt oder das neue Jahr einfach auf euch zukommen lasst, die richtige Planung ist das A und O für einen organisierten Alltag. Dabei variieren die Anforderungen an ein ordentliches Planungstool und herkömmliche Kalender oder digitale Apps reichen manchmal nicht mehr aus.

 

Hier kommt das Bullet Journal ins Spiel: Tagebuch, Kalender, To-Do Listen und Notizzettel in einem. Mit einem Bullet Journal könnt ihr euren Alltag strukturieren, Aufgaben festlegen, Ereignisse Revue passieren lassen und Gedanken festhalten. Ursprünglich stammt das Konzept des Bullet Journals von dem Amerikaner Ryder Carroll, einem Produktdesigner aus New York, der einige Zeit damit verbracht hat, ein für ihn passendes Kalendersystem zu finden.

 

Das besondere an einem Bullet Journal ist nicht nur die Vielfältigkeit, sondern vor allem die Flexibilität in der Gestaltung und Führung. Im Bullet Journal wird Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat geplant - Schluss mit starren Kalendervorlagen, deren Platz je nach Tag und Situation oft nicht ausreichen. Hier gibt es keine vorgefertigten Seiten, denn jede Seite wird nur dann verwendet, wenn sie wirklich gebraucht wird.

 

Und das brauchst du für ein Bullet Journal:

 

●     Notizbuch oder Heft

●     Stift

 

Wie ihr seht, braucht es für ein Bullet Journal nicht wirklich viel - wie immer kommt es aber natürlich auf eure eigenen Vorlieben an und wie intensiv ihr euer Bullet Journal betreiben wollt. Optional können im Bullet Journal auch Washi-Tape, Stempel oder Sticky Notes verwendet werden. Wichtig ist aber: Das Grundgerüst eines Bullet Journals kann ganz simpel mit einem Notizbuch und Stift umgesetzt werden. Trotz der Vielfältigkeit und flexiblen Anpassung gibt es ein paar Grundelemente, die in ein Bullet Journal gehören und euch zu Struktur und Überblick verhelfen.

Legende - Key

Eines der Grundelemente eines Bullet Journals ist die Legende oder auf Englisch auch key genannt. Die Legende hilft euch bei der Orientierung im eigenen Bullet Journal und hält eure Gedanken, Notizen und Termine auseinander. Die Symbole sind dabei frei wählbar und können ganz nach eurem eigenen Geschmack gestaltet werden.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Neben einer Legende gehört auch ein Inhaltsverzeichnis zur Grundausstattung eines Bullet Journals - um alle Listen, Sammlungen und die einzelnen Monate wiederzufinden, lohnt es sich, alle Seiten am Anfang zu sammeln und einen Überblick zu erstellen.

Future Log

 

Geburtstage, Urlaub oder wichtige Arzttermine - ohne eine zuverlässige Planung von Terminen, die in der Zukunft liegen, nützt auch das schönste Bullet Journal nichts.

 

Ein Future Log bietet die Möglichkeit für jeden einzelnen Monat Termine und besondere Ereignisse einzutragen, die wiederum zu einem späteren Zeitpunkt in der Monatsübersicht wieder aufgenommen werden können.

Monatsübersicht

 

Mit der Monatsübersicht kommen wir langsam zum Herzstück des Bullet Journals. Hier wird an jedem Monatsanfang eine Übersicht gestaltet, die neben den Tagen des Monats auch andere Bereiche, wie eine kurze To-Do Liste oder Notizen, beinhalten kann.

 

Während die Monatsübersicht angelegt wird, solltet ihr eurer Future Log nicht vergessen und bereits feststehende Termine aus diesem in die Monatsübersicht übertragen.

To Do's & Notes

 

Nach der Monatsübersicht kommen wir zu den täglichen To-Do’s und Notizen. In der Regel schlagt ihr einfach die nächste Seite auf und könnt direkt mit dem jeweiligen Tag starten. Ihr schreibt einfach den Wochentag und das Datum nieder, gefolgt von euren Aufgaben und Terminen für den jeweiligen Tag. Sobald ein neuer Tag anbricht, wird das ganze wiederholt, sodass ihr jeden Tag einzeln plant und immer erst nach Bedarf erstellt.

 

Weekly & Daily Spreads

 

Mittlerweile haben sich bei einigen Nutzern des Bullet Journal Systems die ‘Weekly Spreads’ durchgesetzt und die ‘Dailies’ abgelöst. Das bedeutet, dass am Anfang einer Woche das Layout für die kommenden sieben Tage auf eine Doppelseite gezeichnet wird und so ein gewisser Rahmen - ähnlich eines herkömmlichen Kalenders - entsteht. Die Wahl zwischen ‘Dailies’ und ‘Weekly Spreads’ ist jedem selbst überlassen und kann jederzeit innerhalb des Bullet Journals geändert werden.

Listen & Sammlungen

 

Neben der alltäglichen Planung bietet ein Bullet Journal noch Platz für zahlreiche Sammlungen, Listen und zum Beispiel einen Habit Tracker. Mit einem Habit Tracker bekommt ihr einen Überblick, welche Dinge und Gewohnheiten ihr wie häufig tut oder auch nicht tut. Wichtige Gewohnheiten und To-Do’s lassen sich so ganz einfach tracken und können bei Bedarf intensiviert oder gelockert werden.

Weitere mögliche Ideen für Listen und Sammlungen im Bullet Journal sind zum Beispiel:

 

●     Länder, die ihr bereisen wollt

●     Lieblingssprüche

●     Workout Plan

●     Bucket List

●     Wunschliste

Der Inhalt eines Bullet Journals ist so individuell wie das Leben seines Eigentümers - das tolle daran ist die 100%-ige Möglichkeit der Personalisierung. Natürlich gibt es ganz unterschiedliche Arten von Bullet Journals. Die einen mögen es schlicht und minimalistisch - wieder andere verzieren die Seiten gerne mit Washi-Tape und Sticky Notes. Wie euer Bullet Journal aussehen soll ist ganz allein euch überlassen und verschiedene Stile können auf den einzelnen Seiten ausprobiert werden. Gefällt es dir nicht mehr, schlägst du einfach die nächste Seite auf und änderst dein Layout.

 

Jede Menge Inspiration zur Umsetzung und Gestaltung eures Bullet Journals findet ihr übrigens auf Instagram oder Pinterest. Hier teilen viele Leute ihre eigenen Designs und Umsetzungen, die als Inspiration dienen und bei eurem eigenen Bullet Journal helfen können. Habt ihr jetzt auch Lust auf ein eigenes Bullet Journal bekommen? Dann holt die Stifte raus und legt am besten direkt los!

Michelle bloggt seit dem Sommer 2014 auf michilicious.com. Ihr Blog startete als bunte Mischung aus all ihren Hobbies, Favoriten und Dingen, die sie liebt. In 2016 begann sie mit dem Handlettering. Seitdem versorgt sie ihre Leser mit Tipps und Tricks rund um die Kunst des Buchstaben Zeichnens. Das Bullet Journal ist seit 2014 ihr ständiger Begleiter.

Autor
Michelle

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