Frische
15.05.2018

Kohlrabi – der kleine Knackige

Hättet ihr es gewusst? Kohlrabi ist so typisch deutsch, dass die Briten keinen eigenen Namen für ihn haben. Er ist außerdem ziemlich vielseitig und voller wertvoller Inhaltsstoffe. Wir sagen euch, was er alles kann.

Kohlrabi, wer bist du?

Auch wenn er ein wenig aussieht wie Sputnik, der erste Satellit, der Ende der 50er Jahre in die Erdumlaufbahn gebracht wurde – Kohlrabi ist ein sehr erdnahes Gemüse und wächst besonders gut in Mitteleuropa, also auch in Deutschland. Er gehört zur Familie der Kohlgewächse und schmeckt, anders als viele seiner großen Verwandten, auch roh sehr lecker. Im Handel findet ihr meist die weißgrüne Variante, seid ihr aber Colourfood-Fans oder wollt Abwechslung auf dem Teller, haltet nach dunkelrot-viollettem Kohlrabi Ausschau.

Welchen Kohlrabi kaufen?

Botanisch ausgedrückt essen wir die „verdickte oberirdische Sprossachse“ der Kohlrabipflanze. Klingt zu technisch? Also gut: Die Knolle sollte glatt und fest sein, wenn ihr sie kauft, nicht aufgeplatzt oder holzig. Die Blätter sind knackig frisch und ihre Stängel gerade und nicht welk. Wollt ihr Kohlrabi roh snacken, entscheidet euch lieber für kleinere Exemplare – sie haben das intensivere Aroma.


Kohlrabi richtig lagern

Zu Hause angekommen, entfernt ihr die Blätter, damit die Kraft in der Knolle bleibt. Da alle Pflanzenteile genießbar sind, können Blatt und Knolle nun im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Die Kohlrabiknolle hält sich bis zu zwei Wochen, ein feuchtes Tuch schütz sie vor dem Austrocknen. Habt ihr ein besonders großes Exemplar gewählt und wollt nur die Hälfte sofort verwenden, solltet ihr die Schnittfläche mit Folie vor dem Trockenen schützen.


Ideen für die Zubereitung

Beginnen wir mit den Kohlrabi-Blättern, da sie weniger lange frisch bleiben. Ihr könnt sie wie Spinat dünsten und zubereiten oder sogar ein frisches Pesto daraus machen – Sonnenblumenkerne oder Mandeln ergänzen das würzige Blattaroma hervorragend. Auch in Smoothies passen sie ganz prima. Sie enthalten übrigens ein Vielfaches an Carotin, Vitamin C und Eisen im Vergleich zur Knolle. Zum Wegschmeißen viel zu schade!

Die Kohlrabiknolle schält ihr als erstes mit einem Sparschäler oder kleinen Gemüsemesser. Dann könnt ihr sie zu kleinen Wedges portionieren: das perfekte Fingerfood! Kombiniert mit einem leckeren Dip sind sie genauso knackig und befriedigend wie Chips, wetten? In Suppen und Eintöpfen gehört Kohlrabi traditionell dazu, seine Kochzeit liegt je nach Größe der Stückchen bei 10-15 Minuten.

Den ganz großen Auftritt aber hat Kohlrabi als Schnitzel! Vegetarier und Veganer wissen wie’s geht: Ihr sucht euch eine große gleichmäßig gewachsene Kohrabiknolle, schält sie und schneidet sie in ca. 1 cm dicke Scheiben. Diese werden etwa 5 Minuten gekocht, und danach behandelt ihr sie genau wie ein frisches Kalbsschnitzel: einfach panieren und anbraten!

Ihr lasst euch den Kohlrabi lieber fertig zubereitet servieren? Aber gerne doch: auf unserer aktuellen #vegitalian-Specials-Karte steht die Coolbonara für euch ganz oben!

Autor
Vapiano Redaktion

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