Lifestyle
11.04.2018

Lagom: Mehr Balance mit dem schwedischen Lifestyletrend

Wohnen und leben nach Lagom: Das bedeutet Gleichgewicht in jeder Hinsicht. Der schwedische Einrichtungstrend verschönert nicht nur eure Wohnung, sondern kann auch euer Leben bereichern.

Nach Hygge ist jetzt der Skandi-Style Lagom der heiße Lifestyle-Favorit. Kern der Idee ist das Besinnen auf das Wesentliche. Übersetzt heißt Lagom nämlich „nicht zu viel und nicht zu wenig“. Eine Einstellung, die nicht nur im Interior Design eingesetzt werden kann. Auch der Umgang mit Ressourcen wie Energie, Geld und Zeit soll mit Lagom nachhaltiger gestaltet werden. So passen Konzepte wie die Work-Life-Balance, Achtsamkeit und Minimalismus wunderbar zu Lagom, sogar der letzte Skandi-Trend Hygge lässt sich damit vereinbaren. Denn Gemütlichkeit in schwedischem Interieur darf natürlich immer noch genossen werden! Lagom bedeutet außerdem, sich den Alltag ausgewogen zu gestalten, so bleibt man leistungsfähig, konzentriert und kann sein Leben trotz fordernder Arbeit genießen. Hättet ihr’s gewusst? Angeblich geht der Trend sogar auf die Wikingerzeit zurück, als der Krug Met in der Runde herumgereicht wurde, sodass jeder seinen gerechten Teil bekam.



Lagom als Einrichtungsstil: Zurückhaltende Farben, emotionale Akzente


Die Einrichtung bleibt im klassischen Skandi-Look: ruhige Farben werden von bewusst gesetzten Akzenten und Accessoires ergänzt. Wichtig bei Lagom sind die dezenten Details: Erlaubt ist, was einen Nutzen erfüllt oder zum stimmigen Gesamtbild beiträgt. Krempel und Klimbim sind hier fehl am Platz. Ihr hütet ein altes Möbelstück, dass ihr geerbt oder geschenkt bekommen habt? Perfekt – denn die zentralen Einrichtungsstücke dürfen gerne emotionalen Wert haben. Wenn sie nicht gebraucht sind, sollten Möbel nachhaltig hergestellt werden, grundsätzlich üben sich die Schweden bei diesem Einrichtungs-Trend lieber in Verzicht als Exzess.

Lagom im Leben: Harmonie und inneres Gleichgewicht


Den idealen Ausgleich finden zwischen Arbeit und Freizeit, das meistern Schweden mit dem Lagom-Lifestyle. Sie achten auf Sparsamkeit beim Wasser- und Energieverbrauch und einen bewussten und gesunden Lebenswandel. Gemütlichkeit muss sein, Stress lässt sich manchmal nicht vermeiden, aber mit der Reduktion des Lebens auf die wesentlichen emotionalen Bedürfnisse achtet man bei Lagom auf das Vermeiden von jeglicher Art von Extremzustand. Alles in Maßen – das tut nicht nur euch selbst gut, sondern auch den Menschen in eurem Umfeld.

Wie sich Lagom in Schweden auf das Leben auswirkt


In Schweden wirkt sich das Bedürfnis nach Harmonie teilweise recht kurios aus. Zum Beispiel bei Small Talk tun sich Schweden schwer, weil Komplimente, aber auch Kritik oft vermieden werden. Auch über Politik oder Geld wird nicht gesprochen, weil all diese Themen zu Konflikten führen könnten. Im Restaurant trennen auch langjährig zusammenlebende Paare die Rechnung, um kein finanzielles Ungleichgewicht entstehen zu lassen. Angeberei liegt den Schweden fern, selbst die Garderobe zeugt von Zurückhaltung und Understatement. Klassische Teile von guter Qualität, die mehrfach kombiniert und lange getragen werden können, bestimmen den schwedischen Kleiderschrank.

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Alle lieben Lagom


Bei unserem liebsten schwedischen Möbelhaus gibt es schon eine Kollektion, die vom Wohntrend Lagom inspiriert ist. Auch ein Magazin hat sich bereits zu dem Thema gegründet, eine koreanische Kosmetik-Marke benennt ebenfalls ihre Farbpaletten nach dem Skandi-Trend. Wer aber richtig tief eintauchen und die schwedische Mentalität besser verstehen will, dem können wir das Buch von Lola A. Akerstrom ans Herz legen. Im August 2017 erschien „In der Mitte liegt das Glück“, eine umfassende Lagom-Fibel, die den schwedischen Weg zum guten Leben weist.

Autor
Vapiano Redaktion

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