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02.02.2018

Nächster Halt: Sternenpark – auf zur Milchstraße und zurück!

Die Hektik der Feiertage weckt in uns den Wunsch nach Entspannung: abschalten und die Gedanken schweifen lassen. Der perfekte Zeitpunkt, um den Aufenthalt in einem Sternenpark zu planen. Hier kommen drei Tipps:

 

Im turbulenten Alltag verliert man schnell den Blick fürs Wesentliche. Und besonders am Anfang des neuen Jahres holt uns der Stress doch schneller wieder ein als gedacht. Da hilft nichts besser als ein Perspektivenwechsel. Unser Vorschlag: Ab in einen Sternenpark und die Augen gen Himmel richten!

 

Was ist ein Sternenpark?

Diejenigen unter euch, die in der Stadt leben, wissen, dass ein klarer Blick auf den Sternenhimmel leider eine Seltenheit ist. Lichtsmog – das sind Verschmutzungen, die durch künstliche Lichtquellen wie Straßenlaternen entstehen – versperrt uns den Blick in die Ferne. In sogenannten Lichtschutzgebieten oder Sternenparks hingegen ist die Benutzung von Licht streng geregelt. Und das ist auch gut so, denn in diesen Gegenden, in denen die Lichtverschmutzung besonders niedrig ist, bietet sich oftmals ein atemberaubender Blick auf Sterne, Milchstraße & Co.

Aber wo lohnt es sich, einen Sternenpark zu eröffnen? Eine Karte, die von der Fachgruppe Dark Sky erstellt wurde, liefert Antworten. Die Karte basiert auf Daten der amerikanischen DMSP-Satelliten und bildet das von der Erde in den Himmel gerichtete Licht ab. Und die Sternenparks liegen eben genau dort, wo dieses Licht am wenigsten ist.

Warum ein langes Wochenende nicht also mal in einem Sternenpark anstatt in einer Großstadt verbringen? Wir haben für euch drei Orte in Deutschland recherchiert:

 

Nationalpark Eifel

In diesem Großschutzgebiet, etwa 65 Kilometer südwestlich von Köln, könnt ihr bei klarem Himmel ganz ohne Hilfsmittel die Milchstraße sehen und die Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ besuchen. Der Sternenpark in der Eifel hat sich übrigens zum Ziel gesetzt, bald zu einem Sternenreservat zu werden, das zusätzlich 15 Kilometer breit sein soll. So können nicht nur noch mehr Lichtverschmutzung vermieden, sondern auch weitere Tierarten im Nationalpark geschützt werden.

 

Sternenpark Rhön

Hier erlebt ihr im Grenzgebiet der Bundesländer Bayern, Thüringen und Hessen den wunderschönen Sternenhimmel. Auf Wunsch gibt es Sternguckwanderungen und spannende Nachterlebnistouren. Diese können als Gruppenerlebnis gebucht oder als Geschenkgutschein verschenkt werden. Und mal ehrlich: Kann es ein romantischeres Geschenk geben? 

 

Der Sternenpark Westhavelland

Die Nacht zum Tag werden lassen könnt ihr auch in Brandenburg, im ersten Sternenpark Deutschlands – seit Februar 2014 trägt dieser Naturpark den galaktischen Namen. Sternenliebhaber können den Nachthimmel hier in angenehm ruhiger Lage, direkt am Ferienhaus, entdecken. Besonders interessant am Sternenpark Westhavelland ist, dass es zu dem 1380 Quadratkilometer großen Areal keinen offiziellen Eingang gibt. Hobby-Astrologen können hier also auf eigene Faust ihr Abenteuerwochenende verbringen.

Galaktischer Tipp: Die nächste Sternschnuppennacht steht am 22. April an. Die Lyriden heißen so, weil der Meteorstrom aus dem Sternbild Leier (Lyra) zu kommen scheint. Und zwischen dem 17. Juli und 24. August erleuchten wieder die Perseiden den Himmel. Die meisten Sternschnuppen werden daher am 12. August zu sehen sein, wenn die Perseiden ihr Maximum erreichen. Spätestens dann ist es also Zeit für einen Aufenthalt in einem Sternenpark in eurer Nähe.

Autor
Vapiano-Redaktion

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