Lifestyle
25.03.2016

Skandinavische Hexen und australische Bilbys: Osterbräuche aus aller Welt

Hierzulande hoppelt der Osterhase durch den Garten, in Schweden ziehen die Hexen los und in Australien kommt der Oster-Bilby: Die Osterbräuche könnten kaum verschiedener sein! Wir zeigen Ihnen die spannendsten Traditionen und Charlotte von Vapiano in Schweden verrät uns ihren liebsten Brauch.

Am 27. März 2016 wird Ostern und damit die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Das Datum, das sich nach dem ersten Frühlingsvollmond richtet, ist überall gleich – die Osterbräuche hingegen unterscheiden sich in vielen Ländern stark voneinander!

 

Hexen und Freudenfeuer in Schweden

In Schweden werden Wohnungen und Häuser mit Birkenzweigen und gelben Federbüscheln dekoriert und besinnliche Feierlichkeiten ausgerichtet. Während in Deutschland ein großes Osterfrühstück zum Fest dazugehört, sitzt man hier bei einem ausgiebigen Oster-Abendessen zusammen. Dabei steht überwiegend Fisch auf der Speisekarte: zum Beispiel gebeizter Hering oder Lachs.

 

Wir haben Charlotte aus der Abteilung Marketing und Kommunikation bei Vapiano in Schweden nach ihren liebsten Osterbräuchen gefragt: „Ich liebe die vielen Feuerwerke und Freudenfeuer! Die Tradition hat ihren Ursprung in dem altertümlichen Glauben, dass in der Frühlingszeit Hexen auf Besen herumfliegen, um mit dem Teufel auf einer legendären Wiese namens Blåkulla zu tanzen.“ Um sie zu vertreiben, zünden die Schweden Feuer an. Charlotte gefällt noch eine weitere Tradition: „Im hohen Norden gibt es einen schönen Osterbrauch für Kinder: Kleine Mädchen und Jungs verkleiden sich als Hexen und ziehen sich zerlumpte Kleider und bunte Kopftücher an. Ihre Wangen werden mit roter Farbe bemalt und so ziehen sie mit Besen in der Hand von Tür zu Tür und tauschen selbstgemalte Bilder gegen Süßigkeiten.“ Die Eier bringt übrigens nicht der Osterhase, sondern das Osterküken.

 

Finnische Süßspeisen und Birkenruten

Ähnliche Osterbräuche gibt es übrigens auch im Nachbarland Finnland: Dort sagen die Kinder Gedichte auf und werden mit Süßem belohnt. Besonders beliebt ist dabei die finnische Süßspeise Mämmi, ein gebackener Pudding aus Wasser, Roggenmalz, Sahne und Zucker. Ein weiterer Brauch ist der Einsatz von Birkenruten: Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, schlagen sich die Finnen damit traditionell ganz leicht auf den Rücken – als Ersatz für Palmwedel, mit denen Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem begrüßt wurde.

 

Australien: Oster-Bilby statt Oster-Bunny

Wie in Schweden hat der Osterhase in Australien ebenfalls nichts zu melden: Weil die von Siedlern mitgebrachten Kaninchen schwere Schäden in der Landwirtschaft verursacht haben, musste ein Tier mit positiveren Assoziationen her. Mittlerweile ersetzt das Bilby, ein Beuteltier mit langer Nase und großen Ohren, vielerorts den Hasen.

 

Bunte Feierlichkeiten in Mexiko

In Mexiko gleichen die Osterbräuche einem Volksfest. Für die Kinder hängen an den Straßen bunte Figuren aus Pappmaschee, sogenannte Piñatas, die mit Süßigkeiten gefüllt sind. Um an die Leckereien zu gelangen, versuchen sie mit verbundenen Augen und einem Stock ausgestattet, die begehrte Piñata kaputt zu schlagen. Rund zwei Wochen lang finden außerdem im ganzen Land bunte Prozessionen statt, die den Leidensweg Christi darstellen. Fast gespenstisch wirken dagegen die Umzüge im Süden Spaniens, wo Mitglieder der großen Bruderschaften in Kapuzenmänteln bei Fackelschein und begleitet von Trommeln durch die Straßen ziehen.

 

 

Auch bei Vapiano wird Ostern gefeiert: Am Ostersonntag und Ostermontag bekommen Kinder in teilnehmenden Restaurants eine Bunny-Pizza auf Kosten des Hauses, wenn sie uns ein selbst gemaltes Bild mitbringen! In diesem Sinne: fröhliche Osterfeiertage!

Autor
Gesa

top