Frische
15.07.2016

Torte, Tarte, Petit Four: Wir machen euch zu Torten-Experten!

Torte geht immer! Doch was macht eine Torte eigentlich zur Torte? Und was ist der Unterschied zur Tarte? Wir verraten euch Wissenswertes zu Torte, Tarte und Co. und machen euch zum Torten-Experten!

Ob zum süßen Frühstück, als Dessert nach dem Lunch, zum Kaffee- und Kuchen-Date oder zu einer heißen Schokolade am Abend: Torte geht immer! Das Beste: Torte ist nicht gleich Torte, zahlreiche Varianten machen das Naschen garantiert nie langweilig. Was eine Torte vom Kuchen unterscheidet und was es in der Tortenwelt so zu entdecken gibt, lest ihr in unserer Tortenkunde. Damit machen wir euch nicht nur zum Torten-Experten, sondern auch richtig Appetit auf Torte, Tarte und Co. Wetten, dass es euch S-O-F-O-R-T zum Bäcker eures Vertrauen zieht?!

Torte – die sahnige Schwester des Kuchens

Begriff

Das Wort Torte stammt vom italienischen Wort „Torta“ und bedeutet übersetzt eigentlich „rundes Brot“. Früher verstand man unter einer Torte keine Süßigkeit, sondern eine gefüllte, meist herzhafte Pastete.

 

Herkunft

Das bislang älteste überlieferte Tortenrezept stammt aus Österreich. Dort erfreuten sich Naschkatzen schon im 17. Jahrhundert an köstliche Linzer Torte. All die Sahne-, Schoko- und Cremetorten, die wir heute so gerne essen, kennt man erst seit dem 19. und 20. Jahrhundert. Ungefähr seit der Erfindung des ersten elektrischen Handrührgeräts – praktisch! Vorher war Tortenbacken nämlich echte Fleißarbeit. Übrigens: Die Buttercreme, die häufig in Torten zu finden ist, erfanden deutsche Konditoren, ebenfalls im 19. Jahrhundert.

 

Besteht aus

Buttercreme und/oder Sahne – die cremigen Füllungen unterscheiden die Torte vom Kuchen. Das gilt besonders für die klassischen Torten, die unsere Uromis schon backten, zum Beispiel Schwarzwälder Kirschtorte. Heutzutage gibt es auch viele leckere Rezepte mit Frischkäse, Joghurt oder Quark, oft kombiniert mit Früchten. Die Basis einer Torte bildet meist ein gebackenen Tortenboden – manchmal auch mehreren – , den man dann je nach Torte belegt. Gerade bei der Hochzeitstorte kommen auch Tortenguss, Glasur, Fondant und Co. zum Einsatz.

 

Torte mal anders: Naked Cake

Eure Omis würden schimpfen: „Da fehlt doch was!“, aber wir finden sie toll: die neuen Naked Cakes. Die „nackte“ Torte kommt komplett ohne Glasur und Fondant aus. Die Böden der  ausgezogenen Torte präsentieren ganz ungeniert ihre Füllung. Diese kann man mit Blüten oder frischen Früchten noch mehr in Szene setzen. Ihr kennt auch schon solch eine nackte Torte: Bloggerin Sandra von  „Törtchen & andere Leckereien“ hatte euch schon einmal ihre Version des Naked Cake, eine Zitronen-Buttermilch-Torte  gezeigt.

Tarte – mehr Kuchen statt Torte

Begriff

Das französische Wort „Tarte“ hört sich zwar an wie „Torte“, bedeutet übersetzt aber „Kuchen“.

 

 

Herkunft

Wie der Name stammt auch das Gebäck selbst aus Frankreich. Man backt sie traditionell in einer runden Tarte-Form mit geriffeltem Rand. Übrigens: Die Schweizer Wähe schmeckt ganz ähnlich, entsteht aber klassisch auf einem Blech.

 

 

Besteht aus

Einem speziellen Mürbeteig, der ohne Salz und Zucker auskommt. Auf den Boden, der sehr knusprig ist, kommt eine Füllung, zum Beispiel aus Puddingcreme und Früchten. Eine Tarte ist so gesehen eine Torte mit Knusperboden. Dank dem neutralen Teig schmeckt die Tarte mit süßem und herzhaftem Belag.

Petit Fours – Torte im Mini-Format

Begriff

Petit Four bedeutet wortwörtlich „kleiner Backofen”. Das Wort stammt aus der Zeit, als die Konditoren die Resthitze ihrer Holz- und Kohleöfen nutzten, um noch Kleingebäck zu backen. Man benutzt in der Regel die Mehrzahl, Petit Fours – wahrscheinlich, weil man am liebsten gleich mehrere davon verspeist!

 

Herkunft

Wie die Tarte stammen die Petit Fours aus Frankreich. Man kennt sie bereits seit dem 18 . Jahrhundert. Übrigens: Auch Macarons zählen zu den Petit Fours.

 

Bestehen aus

Biskuitteig, den man mit Cremes füllt, mit Marzipan oder Fondant umhüllt oder mit Zuckerguss, Streuseln, Blüten oder Nüssen und Früchten garniert. Ihr seht: Petit Fours sind meist kunstvoll verzierte Kreationen. Man könnte sie auch Keksen und Kleingebäck zuordnen, aber wir zählen sie zu Torte und Co.! 

 

 

Petit-Fours-Variationen gibt es in zwei Variationen: Petit Fours Frais (frisch) und Petit Fours Secs (trocken). Die „frische“ Variante besteht aus Biskuitteig und einer Füllung aus Creme und/oder Marzipan. Zuckerglasur und kunstvolle Verzierungen verwandeln das Gebäck in echte Kunstwerke.

 

Petit Fours Secs bestehen nicht immer aus Biskuitteig, häufig verwendet man Makronen, Biskuits oder Blätterteig als Basis. Die Cremefüllung darf natürlich nicht fehlen, allerdings: Die Zuckerglasur fällt bei dieser Variante weg. Unser Tipp: Petit Fours schmecken hervorragend zur „Teatime“. Ladet eure liebsten Freundinnen ein, brüht frischen Tee (oder Kaffee) auf und dekoriert das Gebäck auf einer Etagere – so schmecken die kleinen Köstlichkeiten gleich doppelt so gut!

 

Egal, ob ihr nun zu Torte, Tarte oder Petit Fours greift: Wir wünschen „Bon Appetit“!

 

 

 

Autor
Vapiano-Redaktion

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