Frische
07.12.2018

Vegane Lebkuchen von Bloggerin Saskia

Bloggerin Saskia füllt ihre Plätzchendose mit veganen Lebkuchen, einem echten Klassiker zur Weihnachtszeit. Wie ihr die würzigen Kuchen zuhause selber backt und anschließend verziert, lest ihr hier.

Zu Weihnachten gibt‘s Lebkuchen in vielerlei Varianten: Die einen bauen aus Lebkuchen kleine Lebkuchenhäuser, die anderen backen daraus Lebkuchenmännchen oder verzieren
die Lebkuchen mit Zuckerguss und hängen sie dann als Deko an den Weihnachtsbaum. Egal wie, eins bleibt immer gleich: die Gewurzmischung. Sie ist die wohl wichtigste Zutat, denn so bekommt jeder Lebkuchen seine einzigartige Würze. Meist werden neben Zimt, Koriander, Sternanis und Kardamom auch Orangenschalen, Nelken und Muskatblüten verwendet.

Und das Beste an dem Rezept, das ich euch heute vorstelle? Die Lebkuchen sind sogar vegan. Traditionell wird Lebkuchen mit Honig gesüßt. Bei meiner Zubereitung wird bewusst auf Honig, Ei und Butter verzichtet. Das klappt ganz hervorragend und schmeckt auch noch ziemlich lecker.

Zutaten für zwei Bleche vegane Lebkuchen:

200g Dinkelmehl Typ 630
50g Dinkelvollkornmehl
100g Apfelmus
50g weiche, pflanzliche Margarine
50g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
2-3 EL Kakaopulver (Backkakao, schwach entölt)
80g Vollrohrzucker
1 TL Natron
2-3 TL Lebkuchengewürz

Zubereitung (ca. 60 Minuten):

Apfelmus sowie Zucker in eine Schüssel geben und solange rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Danach das Kakaopulver (am besten schwach entöltes verwenden, das ist weniger bitter) und das Lebküchengewürz einrühren. Wie viel Kakao, beziehungsweise Gewürz ihr verwendet, kommt darauf an, wie intensiv eure Kuchen schmecken sollen: Je mehr Weihnachten in den Lebkuchen stecken soll, desto mehr Gewürz solltet ihr verwenden.

 

In eine weitere Schussel wird nun das Mehl gesiebt. Das Dinkelvollkornmehl könnt ihr direkt zum bereits gesiebten Mehl geben. Einen Teelöffel Natron sowie die gemahlenen Haselnüsse hinzufügen und kurz einrühren.

Im nächsten Schritt misch ihr die Mehlmischung mit der weichen Margarine und dem Apfelmus und knetet alles gut durch, bis ein homogener Teig entsteht. Sollte der Teig noch klebrig sein, einfach etwas Mehl hinzufügen. Ist er allerdings zu fest und krümelig, hilft ein zusätzlicher Klecks Apfelmus.

Am Ende solltet ihr einen geschmeidigen Teig haben, der nicht mehr klebt. Das ist wichtig, damit sich der Lebkuchenteig gut ausstechen lässt.

Rollt den Lebkuchenteig anschließend auf einer bemehlten Fläche aus, sodass er ungefähr 0,8 bis 1 Zentimeter dick ist. Ihr könnt zwar verschiedene Ausstechformen verwenden, bedenkt allerdings, dass die Details nach dem Backen nicht mehr erkennbar sind, da der Teig Natron enthält, welches beim Backen treibt. Lege die ausgestochenen Lebkuchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und backe sie bei 180°C (Ober-/ Unterhitze, vorgeheizt) für etwa 8 bis 10 Minuten. Je kürzer die Backdauer, desto weicher der Lebkuchen.

 

Nach dem Abkühlen sollten die veganen Lebkuchen in eine Dose wandern. Dort sind sie ungefähr drei bis vier Wochen haltbar.

Mit oder ohne - Schokoladenglasur oder Zuckerguss


Ob mit Schokoladenglasur oder Zuckerguss, die Lebkuchen können nach Lust und Laune verziert werden. Spritzmuster aus Zuckerguss sind besonders hübsch, so eignet sich das Gebäck sogar als Christbaumschmuck.

Mit Schokoglasur

Für die Schokoglasur wird Schokolade temperiert und die Lebkuchen entweder direkt hineingetaucht oder mit einem Pinsel bestrichen. Danach können Mandelblättchen, Zuckerstreusel oder gehackte Pistazien drüber gestreut werden.

Ein schöner Zuckerguss

Zuckerguss ist nicht vegan, da ihr für die Zubereitung Eiweiß benötigt. Wer das sogenannte Royal Icing ohne Eiweiß herstellen möchte, kann alternativ auf Eiweißpulver zurückgreifen

Fur das klassische Royal Icing benötigst du Eiweiß aus einem Ei und die 5-fache Menge
Puderzucker. Wiege das Eiweiß im Vorfeld ab, so dass du die genaue Puderzuckermenge besser
Berechnen kannst. Ein Eiweiß wiegt etwa 40 Gramm. In diesem Fall sollten etwa 200 Gramm Puderzucker in das Eiweiß eingeschlagen werden. Hierfür eignet sich am besten ein
Handruhrgerät. Das Royal Icing wird solange aufgeschlagen, bis es eine weiche, aber dennoch
kompakte Konsistenz hat. Der Zuckerguss wird nun in einen kleinen Spritzbeutel gefüllt und
auf die Lebkuchen gespritzt. Schöne Muster und Verzierungen sehen auf Lebkuchen besonders
schön aus.

Als Lebkuchenhaus

Auch ein Lebkuchenhaus ist ein echter Weihnachts-Klassiker. Mit meinem veganen Lebkuchenrezept lassen sich auch die „Lebkuchenbauteile“ herstellen, die du für den Lebkuchenhausbau benötigst.

Der Teig wird wie gewohnt ausgerollt und die verschiedenen Seitenteile des Hauses mit einem Messer zugeschnitten. Damit das Haus am Ende auch stabil ist, sollte die Backzeit auf etwa 12-15 Minuten erhöht werden.

Die einzelnen Wände sowie das Dach können mit Zahnstochern zusammengesteckt werden. Für die Verzierung kann man ebenfalls auf Schokoladenglasur oder Zuckerguss zurückgreifen.

Natürlich und unkompliziert - die Rezepte auf Foodlikers bringen eine bunte Vielfalt in den Kochtopf. Ganz nach dem Motto „so natürlich wie möglich“ koche ich meine liebsten Gerichte ohne viel Chichi. Mit Liebe gekocht, mit Leidenschaft fotografiert und am Ende voller Vergnügen aufgegessen.

Autor
VAPIANO

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